14. Juni 2026 VOLLE BLÜTE im Botanischen Garten der Universität Wien

VOLLE BLÜTE

Literarische Spaziergänge im Botanischen Garten verbinden Kunst und Natur, Wissen und Fantasie. Am Weg durch den Garten lesen Autor:innen an wechselnden Orten aus ihren Werken, dazwischen stellen Botaniker:innen Bezüge zur Pflanzenwelt her. Das Zusammenspiel schärft den Blick und öffnet das Ohr. Worte, Pflanzen, Menschen finden zueinander.

Sonntag, 14. Juni 2026  ~ in fremden Gärten

Aus ihren Romanen lesen die Autorinnen

VALERIE FRITSCH „Winters Garten“

ANDREA GRILL „Sonnenspiel“

SARAH KURATLE „Chimäre“

Botanische Begleitung: DAVID BRÖDERBAUER
Kuration und Moderation: Beatrice Simonsen.

Termine und Informationen zu den literarischen Spaziergängen

Beginn der Spaziergänge jeweils um 15.30 Uhr, Dauer ca 2 Stunden. Treffpunkt beim Gartenportier am Haupteingang des Botanischen Gartens, Mechelgasse 2, 1030 Wien.

Anmeldung und Kosten

Wegen begrenzter Teilnehmer*innenzahl ist die Anmeldung (ab ca. 4 Wochen vor dem Termin) über die Website des Botanischen Gartens erforderlich:

botanischergarten.univie.ac.at

Mitwirkende 2026:

Valerie Fritsch ist Schriftstellerin, Polaroidphotokünstlerin und Reisende. Ihr neuster Roman Zitronen ist im Suhrkamp-Verlag erschienen. Ihre Werke sind in mehrere Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Winters Garten erschien 2015 ebenfalls bei Suhrkamp.

Andrea Grill lebt als Dichterin und Schriftstellerin in Wien und Amsterdam, sie ist promovierte Evolutionsbiologin und übersetzt aus dem Albanischen und Italienischen. Sie veröffentlichte zahlreiche Romane, Lyrikbände, Erzählungen, Essays und Kinderbücher, zuletzt erschienen »Bio-Diversi-Was? Reise in die fantastische Welt der Artenvielfalt« (Leykam 2023) und »Seepferdchen« (Naturkunden Matthes & Seitz 2023). Sie wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Förderpreis zum Bremer Literaturpreis und dem Anton-Wildgans-Preis, ihr Roman »Cherubino« (Zsolnay 2019) war für den Deutschen Buchpreis nominiert.

Sarah Kuratle wurde 1989 in Bad Ischl geboren und ist dies- und jenseits der schweizerisch-österreichischen Grenze aufgewachsen. Studium der Germanistik und Philosophie. Ihre Lyrik und Prosa wurden vielfach ausgezeichnet. Ihr Romandebüt Greta und Jannis (2021) war für den Literaturpreis Text & Sprache 2022 nominiert. Ihr zweiter Roman Chimäre (2025), für den sie den Kreationsbeitrag von Pro Helvetia erhielt, stand drei Monate in Folge auf der ORF Bestenliste.

Beitragsbild, Plakat und Flyer 2026: Evalie Wagner

Mitwirkende (2022-2025)

Hamed Abboud, Xaver Bayer, Bettina Balàka, David Bröderbauer, Julia Costa, Ágnes Czingulszki, Verena Dürr, Esther Engel, Katharina J. Ferner, Franziska Füchsl, Jasmin Gerstmayr, Verena Gotthardt, Bernadette Haller, Mila Haugová, Rosemarie Hebenstreit, Bodo Hell, Risako Hiramatsu, Patrick Holzapfel, Sandra Hubinger, Semier Insayif, Karin Ivancsics, Pille Riin Jaik, Marianne Jungmaier, Günther Kaip, Norma Kiskan, Barbara Knickmann, Isabel Kranz, Margret Kreidl, Martin Kubaczek, Katharina Manojlovic, Ivana Miloš, Margit Mössmer, Christian Lorenz Müller, Mathias Müller, Astrid Nischkauer, Johanna Öttl, Frieda Paris, Dine Petrik, Bruno Pisek, Tanja Raich, Beatrice Simonsen, Sophia Lunra Schnack, Birgit Schwaner, Lisa Spalt, Annalena Stabauer, Verena Stauffer, Christoph Szalay, Peter Waterhouse

Programm: Beatrice Simonsen. Eine Kooperation von Kunst und Literatur mit dem Botanischen Garten der Universität Wien, gefördert von der Grazer Autorinnen Autorenversammlung und der Stadt Wien Kultur.

Foto (Botanischer Garten im Juni): Dirk Simonsen

10. Mai 2026 Kunst und Literatur beim Symposion Lindabrunn

Seit 2021 lesen Mitglieder der Grazer Autorinnen Autorenversammlung zu Kunstwerken des Symposions Lindabrunn. Herzliche Einladung zu einem weiteren literarischen Spaziergang im Natur- und Kunstraum Lindabrunn. Neue Texte zu ausgewählten Skulpturen lesen:

Sanja Abramovic: Stefan Kamenyeczky 1969
Frieda Paris: John Worth 1975
Benedikt Steiner: George Apostu 1976
mit einem musikalischen Beitrag von noid zum Werk „Die Säulen“, einer Gemeinschaftsarbeit von Tomou Kobori, Mathias Hietz, Franz Katzgraber, Jun Ohara 1978

Sonntag 10. Mai 2026 um 15 Uhr (Treffpunkt am Parkplatz an der Hernsteiner Straße kurz nach Ausfahrt aus der Gemeinde Enzesfeld-Lindabrunn).

Kuration und Moderation: Beatrice Simonsen
Eine Kooperation mit dem Verein Symposion Lindabrunn mit Unterstützung der GAV Burgenland und GAV Niederösterreich.

Foto: Dirk Simonsen (Skulptur von Joszef Szeregi)

10. März 2026 TEEZEIT im Rahmen der Textvorstellungen in der Alten Schmiede in Wien

Haiku und Fotografie von Beatrice Simonsen und Johan Nane Simonsen

im Rahmen von „Textvorstellungen“ mit

Ingrid Zebinger-Jacobi: Ein Boot weit draußen
Sebastian Vogt: Trinkergeschichte
Rudolf Lasselsberger: Junihitze. Die gelbe Linie Teil 2
Benedikt Pühretmayr Moderation

Beatrice Simonsen & Johan Nane Simonsen: TEEZEIT
Christl Greller: TAGSÄTZE zur Nicht- oder Bewältigung
Leopold Federmair: Ein Schrein auf dem Kaufhausdach
Johannes Tröndle Moderation

Nähere Informationen: https://login.websitekit.at/media/alte-schmiede/1771247392-alte-schmiede-programm-03-04-2026-pdf.pdf





Licht fällt auf Papier
Belichtungszeit misst den Schritt
ins Erinnerte

den Filmriss kitten
mit goldenem Lack, hilft dem
Herz auf die Sprünge

am Ende findet
sich alles wieder, auch die
verlorene Zeit

(aus TEEZEIT)

Plant Poetics

Wir freuen uns über die Wahl des Covers für die Publikation „Plant Poetics. Literary Forms and Functions of the Vegetal“ von Joela Jacobs, Isabel Kranz und Solvejg Nitzke. Es handelt sich dabei um eine Installation der Künstlerin Pille-Riin Jaik, die sie 2022 im Botanischen Garten Wien bei den literarischen Spaziergängen der Veranstaltungsreihe VOLLE BLÜTE zeigte: „Dandelion in Archival Weeds“. Die Künstlerin verwendete historische Dokumente von abgelehnten Bewerberinnen an der Akademie der Bildenden Künste Wien – nur männliche Bewerber wurden an der Akademie zum Studium zugelassen. Pille-Riin setzte diese Ablehnung mit dem Entfernen von „Unkraut“ (als die die Pflanze Löwenzahn missverstanden wird) gleich und verwendete die Ablehnungsbriefe für die Herstellung ihrer poetischen Papierpflanzen.

Urheber des Fotos der Installation ist Dirk Simonsen, der die Initiative Kunst und Literatur seit ihren Anfängen begleitet.

Cover illustration: Dandelion in “Archival Weeds” installation by Pille-Riin Jaik at Volle Blüte: Literarische Spaziergänge (Full Bloom: Literary Walks), Botanical Garden of the University of Vienna. Curated by Beatrice Simonsen. Photographed by Dirk Simonsen.

Das Buch ist im Verlag BRILL erhältlich.

12. Oktober 2025 Konzert und Lesung im Kastell Siegendorf

EIN NACHMITTAG FÜR JENŐ TAKÁCS
Sonntag, 12. Oktober um 17 Uhr im Kulturzentrum 7011 Siegendorf, Rathausplatz 1.

Das Kammermusikensemble des LISZT-FERENC-SINFONIEORCHESTERS SOPRON unter der künstlerischen Leitung von PÉTER KÓCZÁN und ANETT ÁRVAYE NEZVALD spielt Werke von BÉLA BARTÓK, ERNST VON DOHNÁNYI und JENŐ TAKÁCS.

Seit 2016 wird mit Musik und Literatur an den Komponisten und Musiker Jenö Takács (1902 – 2005), Sohn der Gemeinde Siegendorf, gedacht.

Eigens für Jenö Takács verfasste Texte lasen die Autor:innen: KARIN SEIDNER „Der Klangteppichweber“ begleitet von Veit Macke an der Gambe. Beatrice Simonsen las „Egyem a szivedet, drága kiss fiam. Ich esse dein Herz, mein teurer kleiner Junge“ von DAVID HOFFMANN, der leider krankheitshalber absagen musste.

Anschließend Ausklang im Zusammensein von Publikum, Künstlerinnen und Künstlern.
EINTRITT FREI!
Eine Kooperation der Jenő Takács Stiftung mit Kunst und Literatur, unterstützt von GAV Burgenland und der Marktgemeinde Siegendorf.

Fotos © Dirk Simonsen

5. Oktober 2025 Teezeit beim Teafestival in Wien

tea for two or three for tea – with four at five a tender time will be

TEA TALK mit Beatrice und Johan Nane Simonsen beim VIENNA TEA FESTIVAL im Reaktor, Geblergasse 40, 1170 Wien

https://www.viennateafestival.at/tea-talks

Text im Bild © Haiku Beatrice Simonsen. Foto sw analog © Johan Nane Simonsen, Foto Beitragsbild Lesung im T-Room © Eva Schreiber

7. + 28. September 2025 VOLLE BLÜTE

Biographien der Autor:innen (7. September):

Ágnes Czingulszki, 1987 in Ungarn geboren. Trotz traditioneller Fischsuppe aufgewachsen. Bücher gelesen. 2 geschrieben. 1 erschienen. In der geheimen Schublade sonst noch: Gedichte, Haikus und Gedankensprossen. Seit über 15 Jahren frei und offen in Innsbruck unterwegs. Übt mehrere Brotberufe aus: Als Journalistin, als Dolmetscherin und als Persönliche Assistentin einer Rollstuhlfahrerin.

Michael Hamburger, 1924 geboren in Berlin, flüchtete als Sohn jüdischer Eltern in den 1930er-Jahren nach England; im Juni 2007 starb er in seinem Haus in Suffolk. Er arbeitete als Kritiker, Lyriker und Übersetzer u. a. von Goethe, Rilke, Hölderlin, Celan, Enzensberger. Ausgezeichnet u. a. mit der Goethe-Medaille der Stadt Frankfurt, dem Hölderlin-Preis, dem Petrarca-Preis, dem Österreichischen Staatspreis für literarische Übersetzer, dem Horst-Bienek-Preis für Lyrik. Siehe auch Wikipedia Michael Hamburger: „Neben der Lyrik widmete sich Hamburger seinem Garten in Middleton und hier insbesondere der Apfelzucht, für die er in England in vielen Kreisen – neben seinem Dichterkollegen Ted Hughes – bekannter war als mit seinen Lyrikpublikationen.“

Marianne Jungmaier, 1985 in Linz geboren. Studierte Digitales Fernsehen, Film- und Kulturwissenschaften (BA) und Journalismus (MA). Fortbildungen in Sprechtechnik und Schreibpädagogik. Unterrichtet kreatives Schreiben. Writer in Residence in mehreren europäischen Städten. Zahlreiche Preise für ihre Publikationen in Lyrik und Prosa (zuletzt): Gesang eines womöglich ausgestorbenen Wesens (Lyrik, Otto Müller Verlag, Salzburg 2024), flugschrift #27 (Lyrik & Collagen, Wien 2019), Sonnenkönige (Roman, Kremayr & Scheriau, Wien 2018).
www.mariannejungmaier.at

Peter Waterhouse, 1956 in Berlin geboren, lebt als Schriftsteller und Übersetzer in Wien. Nach dem Studium der Germanistik und Anglistik promovierte Waterhouse 1984 mit einer Arbeit über Paul Celan. Als Autor verfasst er Gedichte, Essays, Prosa und Theaterstücke und ist zudem als Übersetzer aus dem Englischen und Italienischen tätig. Im Herbst 2025 erscheint der Roman „Z Ypsilon X“ (Matthes & Seitz).

Biographien der Autor:innen (28. September):

Franziska Füchsl *1991; Prosa, Essays, Übersetzung, Buchgestaltung. Deutscher Preis für Nature Writing 2025. Zuletzt (u.a.): Die Straßen sind sichtbar (2023).

Patrick Holzapfel *1989; Autor, Filmemacher und -kritiker, freier Kurator, Gründer des Blogs Jugend ohne Film. In Buchform: Hermelin auf Bänken (2024).

David Bröderbauer *1981; Autor und Botaniker, forscht u.a. zu Brachen im Stadtraum. Wissenschaftsvermittlung für den Botanischen Garten.

Isabel Kranz, Prof. für Kulturwissenschaft an der Universtität für angewandte Kunst, Mitbegründerin des Literary and Cultural Plant Studies Network. In Buchform (u.a.): Sprechende Blumen. Ein ABC der Pflanzensprache (2014).

Literarische Spaziergänge im Botanischen Garten verbinden Kunst und Natur, Wissen und Fantasie. Autor:innen lesen aus ihren Werken, Botaniker:innen stellen den Bezug zur Pflanzenwelt im Garten her. Der Spaziergang am 28. September lädt dazu ein, am Weg zur Alten Schmiede Pflanzen im Stadtraum zu erkunden. Darüber hinaus laden Workshops zur eigenen künstlerischen und literarischen Produktion ein. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Beginn des literarischen Spaziergangs um 15.30 Uhr (Dauer ca 2 Stunden). Treffpunkt beim Gartenportier am Haupteingang des Botanischen Gartens, Mechelgasse 2, 1030 Wien

Anmeldung, Kosten und Informationen:

Für die Teilnahme am Spaziergang „diese Erde ist ein Geschenk“ am 7.9. ist wegen begrenzter Teilnehmer_innenzahl eine Anmeldung über die Website des Botanischen Gartens erforderlich: botanischergarten.univie.ac.at Teilnahmegebühr: 10 € Normalpreis (7 € ermäßigter Preis für Mitglieder des Vereins der Freunde des Botanischen Gartens). Kostenlos für Kinder bis 10 Jahre. 

Die Teilnahme an der Veranstaltung „Pflanzen sehen in der Stadt“ am 28.9. in Kooperation mit
der Alten Schmiede ist kostenlos. Bitte um Anmeldung ab 10.9. unter: literarisches.quartier@alte-schmiede.at

Unter diesem Link zum Botanischen Garten können Sie einen Trailer und Dokumentationen der Spaziergänge 2022 ansehen.

Programm: Beatrice Simonsen. Eine Kooperation von Kunst und Literatur mit dem Botanischen Garten der Universität Wien sowie der Alten Schmiede. Mit Dank für die Unterstützung durch die Grazer Autorinnen Autorenversammlung.

Fotos © Dirk Simonsen, Beitragsbild Flyer/Plakat © Ivana Miloš, * Zitat: Marianne Jungmaier

17. August 2025 TEEZEIT im Pop up T-RAUM Wien

Der T-Raum
Theresianumgasse 35
1040 Wien

Willkommen am Sonntag um 17 Uhr bei TEE und TEEZEIT* mit Bilderschau im T-RAUM! Beatrice und Johan Nane Simonsen präsentieren ihr Buchprojekt als Lesung kombiniert mit einer analogen Diaschau. Viele weitere Angebote unter „Kalender“ weiter unten oder auch unter dem folgenden Link: http://t-raum.klingt.org/

Im 4. Wiener Bezirk in der Theresianumgasse 35, also gleich neben dem einst als institut für transakustische forschung bekannten raum35, liegt ein ehemaliges Autoreifenlager. Von 26. Juli bis 17. August 2025 öffnet hier jedes Wochenende ein Pop-Up-Teehaus seine Tür für alle interessierten Besucher*innen und möchte neben Tee aller Art auch eine Bühne für nonkommerzielle kulturelle Experimente bieten.

Grüntee, Schwarztee, Oolong, Pu-Er, Bubble Tea und TCM Tees (wie Ginseng, Goji, Jujube etc) bieten den kulinarischen Hintergrund für kleine Konzerte, Transakustik, Ausstellungen, Lesungen, Performances, Workshops und andere Impulse – eine Initiative von Ernst Reitermaier, Xiyao und Yoyo Zheng.

In den vom T-Raum genutzten Räumlichkeiten in der Theresianumgasse hat sich vor 150 Jahren ein großes Wiener Wirtshaus befunden (Franz Brey’s Restaurant”). Dieses wurde dann nach dem zweiten Weltkrieg zu einer Autowerkstäte und einem Reifenlager umgestaltet. Als solches wurde es über 70 Jahre betrieben. Im Sommer 2025 kann es nun im Rahmen einer kulturellen Zwischennutzung als “T-raum” wochenends besucht werden.

Die Atmosphäre des Reifenlagers ist trotz aller Putz- und Dekorationsbemühungen allerdings immer noch zu sehen (und zu riechen); der T-Raum ist also ein “dirty teahouse”, aber das macht auch seinen besonderen und einzigartigen Charme aus.

Kalender

Öffnungszeiten & “Kulturimpulse”:

Sa, 26.Juli 2025 (16-22 Uhr) Eröffnung mit Diewalds “Blühendem Konfekt”
So, 27. Juli 2025 (16-22 Uhr)

Fr, 01. August 2025 (16-22 Uhr) 19:00 Jörg Piringer, c. hausch
Sa, 02. August 2025 (16-22 Uhr) Michael Zacherl 
So, 03. August 2025 (16-22 Uhr) 17:00 3 knaben schwarz

Fr, 08. August 2025 (16-22 Uhr) DJ BMC (Beatservaz)
Sa, 09. August 2025 (16-22 Uhr)
So, 10. August 2025 (16-22 Uhr)

Der T-Raum
Theresianumgasse 35
1040 Wien

© Fotos: Ernst Reitermaier

15. Juni 2025 VOLLE BLÜTE im Botanischen Garten Wien


Biographien der Autor:innen

Christian Lorenz Müller, geboren 1972 in Rosenheim/Bayern. Gelernter Trompetenmacher. 
Lebt in Salzburg. 2010 erschien der Roman „Wilde Jagd“ (Hoffmann und Campe), für den der Autor 2012 mit dem Bayerischen Kunstförderpreis ausgezeichnet wurde. Müller erhielt einige weitere Preise und Stipendien, unter anderem den Georg-Trakl-Förderungspreis für Lyrik 2012. Weitere Romane: „Ziegelbrennen“ (2018), „Unerhörte Nachrichten“ (2020) und „Radieschen-Revolution“, sämtlich erschienen im Otto Müller Verlag, Salzburg. Christian Lorenz Müller initiierte 2013 die Textgespräche, eine Schreibwerkstatt für werdende Autorinnen und Autoren. Gelegentlicher Rezensent, unter anderem für die Salzburger Nachrichten. Er schreibt für den Lyrikblog Der goldene Fisch und ist Mitglied des Nature-Writing-Kollektivs dns – die natur schreibt. Von 2015 bis 2022 verantwortete er den Prosateil der deutschen Literaturzeitschrift Konzepte.

Bruno Pisek, Autor, Komponist, bildender Künstler. Szenische Lesungen. Mehrsprachige Poesie. Textilarbeiten. Klangkunst. Radioarbeiten. Sprechchorensemble und Kammermusik. Initiator und Organisator unterschiedlicher Kulturprojekte. Lebt und arbeitet in Wien und auf Reisen. Mitglied der Grazer Autorinnen Autoren Versammlung; Mitglied des österreichischen Schriftsteller/innenverbandes; Mitglied der Künstlerhaus Vereinigung. https://brunopisek.myportfolio.com/   http://kunstradio.at/BIOS/pisekbio.html   https://dersprechchor.myportfolio.com/work

Birgit Schwaner wurde in Frankenberg/Eder (D) geboren und lebt seit 1984 in Wien. Nach dem Studium der Germanistik und Philosophie Arbeit als Autorin, Journalistin und Lektorin. Sie schreibt Hörspiele, Lyrik, Essays und Prosa. Buchveröffentlichungen zuletzt: Alice und Ich (2024), Jackls Mondflug (2017), Polyphems Garten (2013).


11. Mai 2025 Kunst und Literatur beim Symposion Lindabrunn

Zum fünften Mal luden wir zu einem Spaziergang zwischen Lesung und Performance zu Kunstwerken des Symposions Lindabrunn ein!

Ausgangspunkt für den Spaziergang: Parkplatz Hernsteiner Straße kurz nach Ortsende von Lindabrunn, Gemeinde Enzesfeld-Lindabrunn PLZ 2551.

Beginn: 15 Uhr.

Diesmal mit den Autor:innen:
Martin Kubaczek, Verena Dürr, Eva Schreiber und Beatrice Simonsen
Musikalische Begleitung: Fabian Pollack mit Ausschnitten aus seinem Solo-Projekt „New Primitive Guitar“
zu Skulpturen von:
Shigeru Shindo, Jószef Seregi, Fumihiko Takashima, Ulrike Truger u.a.
Seit 2021 führen im Frühling Lesungen und Performances über die grüne Wiese zu den Kunstwerken des Symposions Lindabrunn. Die Autor*innen schöpfen aus der Synergie zwischen Kunst und Literatur und bringen eigene Interpretationen zum bildhauerischen Erbe dar. Dauer des Spaziergangs ca 1,5 Stunden.

Verena Dürr „Verkörperung: Bildhauerei oder im stehenden Totholz leben die Kirschprachtkäferkinder.“ : Fumihiko Takashima (1972)

Ein gedanklicher Streifzug über das Gelände ausgehend von einer Steinskulptur von Takashima Fumihiko (Japan, 1972), getätigt von der Schmuckeremitin des Symposion Lindabrunn. 

Martin Kubaczek : Shigeru Shindo „Himmelstreppe“ (1975)

Der Autor, Violinist und Germanist, der 1990 eine Lektorenstelle in Japan innehatte, lernte dort den Bildhauer Shigeru Shindo kennen. In den 1970er Jahren hatte dieser auf Einladung von Matthias Hietz zwei Jahre lang mit seiner Frau und zwei kleinen Töchtern in Bad Vöslau gelebt und im Bildhauer-Kollektiv in Lindabrunn gearbeitet. Im August 2019 wurde im Museum der Stadt Suwa / Japan die große Werkausstellung „Dark and Light“ eröffnet, an der Shigeru trotz seiner Krebserkrankung bis zuletzt intensiv gearbeitet hatte. Martin Kubaczek war dabei in einer Reihe von Veranstaltungen zu einem Memorial-Gesprächs-Konzert eingeladen. Er wird über seine Erinnerungen an den Bildhauer und über die Skulptur der „Himmelstreppe“ sprechen.

Eva Schreiber „Das Leben, eine Gratwanderung“: Ulrike Truger „Der Grat“ (1989)

Ulrike Truger studierte an der Hochschule für Angewandte Kunst, wo Wander Bertoni die Meisterklasse für Bildhauerei leitete. „Als Mädchen wollte ich brav sein und allem aus dem Weg gehen. Als Bildhauerin möchte ich anderen Steine in den Weg stellen.“ (Ö1, 8.4.2017)
1989 entstand „Der Grat“. In einer Linie angeordnete Steine, außen rau, mit blank geschliffenen Ausschnitten. Wie ein Rückgrat, wie eine Lebensspur. Der Text der Autorin folgt der Gesteins-Linie von Ulrike Truger. Er beschreibt ein Leben als Gratwanderung. Auf leicht begehbare Wegabschnitte folgen Brüche, einer, zwei, viele.

Beatrice Simonsen „Wolkenhirte“ : József Seregi (1978)

Der Text „Wolkenhirte“ stellt die Verbindung zwischen einem bekannten Kunstwerk des Dadaisten Hans Arp und jenem des Ungarn József Seregi her, und führt entsprechend dem Zufallsprinzip weiter zum aktuellen Buch der Autorin: „Teezeit“. Der Rhythmus der Haikus, Versen in 17 Silben, erzeugt Verknappung und Konzentration auf Stein und Zeit.

Biographien:

Verena Dürr ist Autorin und lebt in Wien. Sie arbeitet interdisziplinär an den Schnittstellen zu Musik und anderen Künsten, sowie als Sozialbetreuerin in einer Winternotschlafstelle. Diverse Kollaborationen mit Künstler*innen und Veröffentlichungen im Print und Radio.
Martin Kubaczek, geb. 1954 in Wien, ist Violinist und Literaturvermittler. Seit den 1980er-Jahren veröffentlicht er literaturwissenschaftliche Aufsätze, Essays, Kritiken, Symposienbände, später auch eigene Prosa und Lyrik. Zuletzt die Erzählung Die Knie meiner Mutter und mein Vater im Krieg (Folio Verlag) und die Lyrikbände Nebeneffekte und Palais Rotenstern (Edition Korrespondenzen).
Fabian Pollack, Komponist, Gitarrist und Rhythmiker mit Sinn für unterschiedliche Ausdruckswelten zwischen Tradition, Unzamusik, Klangarchitektur und Improvisation. Zusammenarbeiten mit vielen wichtigen Künstlern – mit Tänzern, bildenden Künstlern, Literaten, Musikern und Stummfilmen. Projektauswahl: Nifty’s, Zur Wachauerin, Vienna Klezmore Orchestra, Soloprojekt „New Primitive Guitar“ in Anlehnung an John Fahey. Aktuelle Projekte: Nifty’s – Nu – Klezmer Band
http://niftys.klingt.org und Zur Wachauerin – Wachauer Landler mit Biss https://www.zurwachauerin.at/
Eva Schreiber, geb. 1962, lebt in Winden am See, Burgenland. Sie studierte Publizistik und Politikwissenschaft und war Pressereferentin und Konsumentenschützerin in den Arbeiterkammern NÖ und Burgenland. Seit 2018 ist sie freie Autorin. Erste Veröffentlichungen waren 2017 Nobody saw me writing this über die Künstlerin Fria Elfen (ORF Burgenland) sowie die Kurzgeschichte Leermeldung (Shortlist Ö1-Literaturwettbewerb 2017). Mit Trude und Amalie gewann sie 2019 den Literaturpreis der Energie Burgenland. Für die Lockdown-Miniaturen erhielt sie 2021 ein Arbeitsstipendium des Landes Burgenland. Ihre erste Buchveröffentlichung Eine Ahnung vom Ende des Glücks wurde 2022 mit dem Kery-Preis ausgezeichnet. Eva Schreiber hat Beiträge in Literaturzeitschriften und Anthologien veröffentlicht und ist Mitglied der Grazer Autorinnen Autorenversammlung. Im Frühjahr 2026 wird Eva Schreibers neuer Kurzgeschichten-Band erscheinen.

Eine Kooperation von Kunst und Literatur mit dem Verein Symposion Lindabrunn, mit freundlicher Unterstützung der Grazer Autorinnen Autorenversammlung.
© Fotos Dirk Simonsen