Helmut Stefan Milletich Interview

Helmut Stefan Milletich und Beatrice Simonsen im Gespräch am 25. März 2015 im Café Landtmann in Wien. Das Gespräch wurde anlässlich der Recherche für die Anthologie “Grenzräume. Eine literarische Spurensuche im Burgenland” (edition lex liszt 12, 2015) geführt.

Beatrice Simonsen: Herr Professor Milletich, Sie haben mit der Herausgabe einer Literaturgeschichte des Burgenlandes den ersten Schritt gemacht, eine Forschungsgrundlage über literarisches Geschehen im jüngsten Bundesland Österreichs zu erstellen. Sie selbst sind Jahrgang 1943, waren einer der ersten wichtigen Schriftsteller des Burgenlandes. Wie waren die Anfänge nach dem Zweiten Weltkrieg? 

Helmut Stefan Milletich: Es hat schon vor mir eine ganze Reihe von Autoren gegeben, die publiziert haben. In der Zeit des Zweiten Weltkriegs gab es Eugen Mayer, Josef Berghofer, Gertrud Zelger-Alten, Anni Pirch und andere mehr. Um sie herum ist natürlich ein literarisches Netzwerk entstanden. Ab den 1960er Jahren hat sich die Situation für Autoren verbessert. Ich selbst habe 1967/68 begonnen zu publizieren. Es geht in erster Linie um das Publizieren; das sehe ich als eine Bedingung für einen Autor, denn sonst ist man kein Autor. Das heißt, wenn man regelmäßig in Zeitschriften und einmal in Buchform veröffentlicht, dann hat man den Schritt zum Autor erst wirklich gemacht. In den 1970er und -80er Jahren konnte man im Burgenland in bis zu vier Literaturzeitschriften regelmäßig publizieren. Dazu kam noch das Landesstudio des Rundfunks. Davor gab es eine gemeinsame Rundfunkstation für Wien, Niederösterreich und das Burgenland. Da hatte man zwar nicht so viel Sendezeit, aber man wurde dafür auch in den anderen Bundesländern gehört. Man konnte also ein Hörspiel, das von mir gesendet wurde, auch in Amstetten hören oder in Wien und im Burgenland sowieso. Das fiel weg, als das Landesstudio in Eisenstadt in den 1980er Jahren gegründet wurde, seither hört man Radio Burgenland nur mehr im Burgenland. Heute gibt es alle diese Literaturzeitschriften nicht mehr und im Rundfunk wird auch fast nichts Literarisches mehr veröffentlicht.

Welche Literaturzeitschriften gab es?

Seit 1946 erschien Volk und Heimat, da wurde natürlich sehr viel Volkskundliches publiziert, aber immer auch sehr viel Literatur. Ich war von 1969 bis 1993 selbst dort Redakteur. Ich konnte mit der Zeit alles unterbringen, was ich wollte, nicht nur von mir, sondern auch von anderen Autoren. Dann gab es noch die Zeitschrift Burgenländisches Leben, die der Schwester des Verlegers Rudolf Rötzer gehörte. Ab 1973 gab György Sebestyén die Pannonia heraus und Günter Unger die wortmühle ab 1978. Als erste Zeitschrift wurde Ende der 1980er Jahre Burgenländisches Leben eingestellt. 1990 ist Sebestyén gestorben, dann hat es die Pannonia zwar noch einige Jahre gegeben, aber die Pannonia war eine Zeitschrift, die die Völkerverständigung zwischen dem Ostblock und dem Westen zum Ziel hatte, und als 1989 die Wende kam, war das Hauptziel dieser Zeitschrift nicht mehr vorhanden. Das ist das allgemeine Problem des Burgenlandes gewesen, dazu komme ich später. Dr. Unger hat in den 1990er Jahren die wortmühle eingestellt und es kam auch das Ende für Volk und Heimat[1]. Ich habe beim Literaturbeirat der Kulturabteilung des Landes immer wieder moniert, dass eine Literaturzeitschrift notwendig wäre, aber ich bekam nicht einmal von den anwesenden Autoren Unterstützung. Das heißt, die Autoren sehen das selbst offenbar nicht als notwendig an. Ich glaube aber schon, dass es für junge Autoren und Newcomers notwendig ist, ihre Texte auszuprobieren. Ich weiß das aus eigener Erfahrung. Etwas, was man zum ersten Mal gedruckt sieht oder im Radio hört, hat eine ganz andere Wirkung, und man merkt, wenn etwas vielleicht doch nicht so gut ist, und diese Erfahrung sollte ein junger Autor schon machen können.

Die „Pannonia“ war ein visionäres Projekt, das eine große kulturelle Bandbreite abgedeckt hat. Mit einem entsprechenden Konzept hätte eine Fortsetzung durchaus sinnvoll sein können, denn es wird ja fortlaufend an der Verankerung der europäischen Idee gearbeitet. Wie ist das damals gelungen, eine doch so aufwändige Zeitschrift zu finanzieren?

Die Pannonia ist hauptsächlich vom Land Burgenland finanziert worden. Das zweite Standbein war die hauseigene Druckerei der Edition Roetzer, die diese Zeitschrift herausgebracht hat. Die Pannonia konnte jederzeit gedruckt werden, das hat keine außergewöhnlichen Ressourcen erfordert. Es wurde immer dann gedruckt, wenn die übrigen Druckaufträge das zugelassen haben. Die Erscheinungstermine waren daher zwar nicht immer exakt, was aber niemandem etwas ausgemacht hat. Das hohe Renommee von Sebestyén, der als ein sehr bekannter Autor und Tageszeitungsjournalist ins Burgenland gekommen ist, hatte zur Folge, dass alle vor ihm auf dem Boden gelegen sind. Er konnte vieles einfach realisieren und arbeitete intensiv mit den Ländern im Osten zusammen, weil er im P.E.N.-Club war und die Autoren durch den P.E.N. persönlich kannte. Er hatte ein wunderbares Netzwerk. Dieses Netzwerk hat er dann von Wien und dem Burgenland auf Niederösterreich erweitert. Es waren immer Highlights, wenn er Leute „hereingeholt“ hat. Von den Ungarn bis zu den Russen haben alle regelmäßig in der Pannonia Platz gefunden.

In den 1970er Jahren gab es noch eine wichtige Persönlichkeit für die Literatur im Burgenland: Jan Rys. Leider sind die 1970 von ihm gegründeten Internationalen Hörspieltage, die von Günter Unger bis 2002 weitergeführt wurden, kaum dokumentiert.

Da ich in der Schule unterrichten musste und die Hörspieltage immer zur Schulzeit waren, war ich dort nicht oft. Ich war aber sehr befreundet mit Jan Rys und er hat mich immer aufgefordert, ich möge Hörspiele schreiben. Irgendwann wollte ich das nicht mehr. 1988 habe ich mein letztes Hörspiel bei Günter Unger, der damals Chef der Kultur im ORF war, gemacht. Nach seinem Abgang beim ORF Burgenland wurden die Positionen gekürzt, sowohl personell wie finanziell. Das ist schon ein Zeichen, dass man die Literatur nicht mehr für wichtig hält. Eine ständige Literatur-Sendung gibt es heute im Burgenland eigentlich nicht mehr.

Wenn also kaum Möglichkeiten für literarische Veröffentlichungen im Burgenland gegeben sind – nicht mehr als ein, zwei Kleinverlage, keine Literaturzeitschriften und keine Plattform für Primärtexte im ORF-Burgenland[2] – welche Art der Autoren-Förderung gibt es sonst?

Es gibt alle drei Jahre den Landeskulturpreis[3], der für Musik, Journalismus und andere Sparten vergeben wird. Außerdem gibt es Literaturstipendien[4] und den BEWAG- Literaturpreis[5].

Das heißt, es wird nicht regelmäßig ein größerer Preis speziell für Literatur vom Land vergeben? Meines Wissens nach werden in anderen Bundesländern jährlich Literaturpreise in Höhe von rund 10.000 Euro vergeben.

2008 habe ich selbst den großen Landeskulturpreis bekommen, das waren 3.500 Euro. Ich war jahrelang in der Jury und es war mühsam, jedes Jahr jemanden zu finden, von dem man sagt, der soll das wirklich kriegen. Ich glaube, es gibt nicht so viele Autoren im Burgenland, dass jährlich jemand einen großen Literaturpreis verdient.

Aber ohne finanziellen Input kann man keine Talente fördern. Autoren sind doch immer auf Förderungen, Stipendien usw. angewiesen, wenn sie konzentriert arbeiten wollen.

Der Autor, der das Schreiben zum Beruf macht, ist die Ausnahme. H. C. Artmann hat sicher mehr schlecht als recht vom Schreiben gelebt. Ernst Jandl hat seinen Beruf als Englischprofessor nie aufgegeben. Von Lyrik kann kein Mensch leben. Für mich war die tägliche Arbeit als Lehrer eine Strukturierung meines Alltags. In der Pension habe ich eher weniger geschrieben als vorher. Was immer ein Autor schreibt, er kommt über die Tendenz einer Kultur nicht hinaus. Wenn die Tendenz eines Landes darnieder liegt, wird es für einen Autor kaum möglich sein, sich darüber zu erheben. Wir leben heute in einer Zeit des Amateurismus. Jeder zweite Autor ist ein Liebhaber. Er schreibt und sagt sich „Wenn nichts daraus wird, macht es auch nichts.“ Der Sebestyén hat zu mir gesagt: „Ich finde das toll, dass du Gymnasiallehrer bist. Aber glaub nicht, dass du ein Amateur sein kannst – du musst schreiben, als gelte es dein Leben.“ Man muss den Professionalismus auch dann haben, wenn man von der Literatur nicht lebt. Nur reflektieren die meisten Autoren im Burgenland überhaupt nicht über das Schreiben – ich kenne ja fast alle bis zum Alter von vierzig Jahren. Die meisten haben keinen literarischen Ehrgeiz. Eher ist es ein Ehrgeiz nach Erfolg und Anerkennung. Der Sebestyén hat mir viel beigebracht. Er hat gesagt: „Es ist nicht wichtig, dass etwas gelobt wird. Wichtig ist, dass es ordentlich ist.“ Das ist etwas, was Amateuren schwer beizubringen ist.

Welche Rolle spielt der P.E.N.-Club Burgenland, dessen Präsident Sie viele Jahre lang waren, für die Autorinnen und Autoren hier? Sorgt der für Professionalität?

Er wäre von seiner Struktur geeignet, aber wie bei allen Autorenvereinigungen wollen 80 Prozent der Leute nur dabei sein, weil es schick ist. Voriges Jahr war die 90-Jahr-Feier. Es wurde viel vorgelesen, aber es waren uninspirierte Texte, nachgesagte Gedanken, die man ohnehin dauernd hört. Ich kam 1973 dazu, da waren noch ein paar gute Leute dabei, aber jetzt ist das eine Gerontokratie. Der P.E.N.-Club wurde umgebracht, als man Hilde Spiel als Präsidentin ablehnte. Es wurde auch nie thematisiert, dass Peter Handke zur Aufnahme vorgeschlagen wurde, und der damalige Präsident Alexander Lernet-Hollenia, den ich als Autor sehr schätze, hat ihn abgelehnt mit den Worten: „Lassts mi mit dem, des is ja ka Literatur, was der schreibt.“ Wenn ich alt bin und einen jungen Autor nicht verstehe, muss ich mich doch selber fragen: Bin es vielleicht ich, der Schuld hat, dass ich das nicht verstehe? Im P.E.N.-Club Burgenland haben wir versucht, die guten Autoren zu zeigen und vor allem die „Immigranten“, also diejenigen, die hierher gezogen sind. Aber dann kamen die Zwänge, Autoren aufzunehmen, die ich nicht befürworten konnte. Ich gehöre selbst zur kroatischen Volksgruppe, kann aber nicht kroatisch. Gerade die Kroaten haben immer wieder Leute vorgeschlagen, die wir dann leider auch aufgenommen haben. „Kroate allein genügt nicht“, hab ich immer gesagt. Mir wurden viele angetragen, aber ich habe keine persönliche Empfehlung gegeben.

Durch den Eisernen Vorhang war man im Burgenland lange Zeit nach Osten hin abgeschottet. Gab es über den P.E.N. einen literarischen Austausch über die Grenze hinweg?

Es gab einen sehr intensiven Kontakt zur Slowakei und zu Ungarn. Wir waren immer wieder in Budapest eingeladen. Mit den Tschechen war es schwieriger, wir wollten ja nicht mit der „Parteigruppe“ zusammentreffen und das war nicht leicht. Ich war einmal mit Sebestyén in Bratislava, weil wir bestimmte Autoren der Vaclav Havel-Gruppe treffen wollten, aber es war immer ein Agent der Staatssicherheit als Spitzel dabei. Dadurch waren wir nie frei. Dennoch war diese Arbeit erregend, wir hatten die Finger auf den Wunden Mitteleuropas. 1999 hatten wir die ersten „Windener Gespräche“[6] zum Thema „Burgenland Transitland“. Es sind ja nach 1989 überall Autobahnen gebaut worden, damit man aus den östlichen Metropolen in die westliche Großstädte fahren konnte. Vor 1989 war das Burgenland für Autoren aus dem Ostblock sehr wichtig. Wir haben sie für Lesungen eingeladen, und sie wollten auch gerne zu uns kommen. Nach der Lesung sind sie mit ihrer 300-Schilling-Gage gleich zum Metro-Markt nach Vösendorf gefahren, um das Geld wieder auszugeben. Das haben wir aber verstanden. Nach der Wende war das vorbei, niemand hat mehr gesagt: „Wir wollen im Burgenland lesen.“ Somit sind wir von der Geschichte eigentlich marginalisiert worden. Das ist das burgenländische Problem. Sebestyén hat das Phänomen „ost-westlicher Golfstrom“ genannt. Das ist ein geistiger Golfstrom, der natürlich viel abfallen lässt auch für dieses Land.

Dann hatte das Burgenland zu Ihrer Zeit eigentlich eine literarische Blüte?

In den 1960er Jahren hat Fred Sinowatz einiges verändert. So sehr er ein Parteisoldat war und ein Durchsetzer sozialistischer Standpunkte, so offen war er auch. Er hat viele wichtige Leute ins Land geholt, hat auch die burgenländischen Autoren unterstützt. Ich habe 1967 den Auftrag bekommen, ein Theaterstück zu schreiben. Die Aufführung wurde zeitversetzt im Radio gesendet. Während ich als junger Lehrer in der Klasse stand, kam der Schulwart und sagte, ich solle sofort in die Landesregierung kommen, der Sinowatz möchte mit mir reden. Ich sagte: „Das kann ich nicht, ich hab jetzt Stunde.“ „Nein, der Direktor hat gesagt, Sie sollen sofort gehen, es kommt gleich ein Supplent.“ Dann bin ich hin gegangen, wurde sofort vorgelassen und Fred Sinowatz sagte: ‚Ich hab gehört, Sie haben ein Theaterstück geschrieben. Ist das eine einmalige Sache oder wollen Sie mehr machen?’ Ich sagte, dass ich natürlich weiter schreiben möchte. Darauf er: „Gut, sagen Sie mir, was Sie tun wollen und wir unterstützen Sie.“ Was glauben Sie, was da alles passiert ist! Es sind Leute mit Angeboten konfrontiert worden, davon kann man heute nur träumen! Die Kultur wurde immer mehr aufgebaut, bis sie dann wieder immer mehr abgebaut worden ist. Das hatte nichts mit den einzelnen Vertretern der Landesregierung zu tun, sondern mit der Eindämmung des Budgets. Man hat große Kulturzentren gebaut, das Geld ist aber immer woanders hingeflossen als in die zeitgenössische Kunst. Die vielen Festspiele verschlingen ein Schweinegeld im burgenländischen Kulturbudget. Die Misere hat auch damit zu tun, dass heute beim Publikum keine Nachfrage nach zeitgenössischer Literatur und Kunst, höchstens noch nach Malerei besteht.

Aber muss man nicht investieren, um das Bewusstsein dafür wach zu halten? In Ihren „Beiträge(n) zu einer Literaturgeschichte des Burgenlandes“ sagen Sie an einer Stelle, dass Sie an einem geistigen Aufbruch mitgearbeitet haben, der aber nur ein Spießbürgertum zur Folge hatte.

Der ganze Kulturbetrieb ist heute fest in den Händen der Spieß- und Kleinbürger. Es geht den Leuten, die zum Beispiel die Haydn- oder Liszt-Festspiele besuchen, nicht um Haydn oder Liszt. Denen geht es darum, zu zeigen, dass sie dabei sind. Das ist Spießertum par excellence. Manche Leute im Publikum wissen nicht einmal, was gespielt wird, weil sie sich das Programmheft sparen. Die setzen sich rein und sagen: „Schön war’s.“ Natürlich ist das wichtig, dass man Liszt spielt, aber im Burgenland gibt es kein Publikum dafür. Auch in Wien nicht. Ich habe nach zwanzig Jahren meine Mitgliedschaft im Musikverein gekündigt.

Zurück zur Literatur: Wenn mehr in die zeitgenössische Avantgarde investiert würde, könnten Autorinnen und Autoren von ihrer Arbeit leben?

Im Burgenland kann kein einziger Autor von dem leben, was er schreibt, in Wien fast niemand, im P.E.N.-Club vielleicht so viele wie meine fünf Finger an einer Hand. Jetzt sage ich etwas ganz Böses: Wenn einer in Österreich oder in Deutschland vom Schreiben leben kann, dann ist er entweder ein Starautor oder ein Autor, der sich in die Niederungen der Trivialliteratur herablässt. Aber dass ein literarischer Text etwas einbringt … (er hebt die Schultern). Das hat auch etwas mit dem Niedergang der Kultur in Mitteleuropa zu tun. Europa wird marginalisiert, marginalisiert sich selbst. Schauen wir uns das österreichische Kulturbudget an: Die Kulturausgaben sind gering. Einen Großteil fressen die Theater auf, die aber in Wirklichkeit Museen sind, so wie die Staatsoper. Ich sehe gern Opern, aber das ist nicht unsere Kultur, das ist die des Metternich und des Kaiser Franz Joseph, das ist eine vergangene Kultur. Wir sind und haben immer mehr eine Kultur von gestern. Wir trauen uns nichts zu bauen, weil überall ein denkmalgeschützter Komplex steht, den man nicht umlegen darf. Warum eigentlich? Jede starke Kultur hat immer vernichtet, was ihr im Weg war. Daran sieht man, dass wir eine armselige Kultur haben und überhaupt keine Professionalität im künstlerischen Arbeiten. Ich sehe dieses Phänomen heute in Österreich und zum Teil in Europa. Wer werden marginalisiert und wir marginalisieren uns selbst.

 

[1] Seit 2001 umbenannt in „Kultur und Bildung“.

[2] Auf Anfrage bestätigte die ORF-Redakteurin Mag. Bettina Treiber, „dass es im Radio Burgenland keine eigene Literatursendung gibt. Doch die Kulturredaktion behandelt Literaturthemen, Neuerscheinungen, AutorinnInnen- und Autorenporträts […] ausführlich in ihrem Magazin Radio Burgenland Extra, jeden Donnerstag, ab 20.04 Uhr. Außerdem beschicken wir regelmäßig die Literatursendungen von Ö1 – Texte und Beispiele.“

[3] Seit 1975 vergibt die Burgenländische Landesregierung Kulturpreise für hervorragende, kulturelle, künstlerische, wissenschaftliche und volksbildnerische Leistungen in den Sparten „Literatur und Publizistik“, „Musik“, „Bildende Kunst und Fotografie“, „Darstellende Kunst, Film und Video“, „Erwachsenenbildung und Volkskultur“ sowie „Wissenschaft“. Der Preis wird alle drei Jahre vergeben und ist pro Sparte mit je 3.600 Euro dotiert.

[4] Das Kulturreferat der Burgenländischen Landesregierung schreibt jährlich ein Stipendium für Literatur aus. Das Stipendium in der Höhe von 2.500 Euro wird für ein in Arbeit befindliches literarisches Prosa- oder Bühnenwerk (variiert von Jahr zu Jahr) verliehen.

[5] Dieser wurde mit Umfirmierung in „Energie-Burgenland-Preis“ umbenannt und wird laut Telefonat am 29. April 2015 mit dem Pressesprecher und Autor Mag. Gerhard Altmann weiterhin alle zwei Jahre in Höhe von insgesamt 3.250 Euro (drei Preise) vergeben.

[6] Gesprächsrunden zu gesellschaftlichen und philosophischen Themen, von Helmut Stefan Milletich in seinem Wohnort Winden am See gegründet.