Programm

Japanische Linie

LITERATUR RAUM im BILDHAUERHAUS

Sonntag 13. September 2015 in St. Margarethen im Burgenland

Die Japanische Linie

Lesungen mit Franz Dodel, Petra Ganglbauer und Martin Kubaczek

Beim zweiten Literatur Raum im Bildhauerhaus des Jahres stehen Lesungen zur „Japanischen Linie“ im Mittelpunkt. Dieses 1970 von Makoto Fujiwara und weiteren vier Künstlern aus Japan geschaffene Land Art Projekt wird auch als „Fluss ohne Wasser“ bezeichnet. „Des Unterbrechens Sinn ist das Weiterführen“: Die Linie – oder Rinne – führt in Unterbrechungen vom Gipfel über den Rücken des Hügels um dann – nach unserem Verständnis – über die Wand des Steinbruchs in die Tiefe zu fallen. Nach dem Konzept der Bildhauer sollte jedoch die Linie vom Grund der Erde in Richtung Himmel hinauf führen. Informationen zu den Autor_innen.

14 Uhr: Führung zur Besichtigung des Steinbruchs und der Japanischen Linie. ACHTUNG: Treffpunkt am Eingang zu den Opernfestspielen! Ticket für die Führung: 4,50 Euro.

15.30 Uhr: Autoren-Lesungen im Bildhauerhaus. Eintritt frei!

„… dieses Sichzeigen des Menschen durch Eingriffe, „Markierungen“ in die Natur (die ja immer Bewunderung hervorrufen weil sie Zeichen sind, die sich gegen die eigene, naturgegebene Vergänglichkeit zu behaupten versuchen), dieses eben immer auch berührende Bestreben in Parallele zu setzen mit der Sprache, die ja ganz Ähnliches versucht im Raum der Stille, in die alles wieder zurückkehrt. Aber wie immer: ihre Wirkkraft besteht in dem geweckten Sehnen nach der Wirklichkeit.“ Dieses Zitat des Schweizer Schriftstellers und Theologen Franz Dodel leitet über zu den Lesungen, die im weiteren Sinn auf die Japanische Linie Bezug nehmen. Neben Franz Dodel, der Auszüge aus dem seit 2002 fortgeführten „Endlos Haiku“ vorbringt, schafft der Schriftsteller und Musiker Martin Kubazcek, der in Wien und Tokio lebt, den Brückenschlag zwischen den Kulturen und die in Wien und im Burgenland lebende Autorin Petra Ganglbauer liest Poetisches aus „Die Überprüfung des Meeres“. In die Gesteinsformationen des Steinbruchs von St. Margarethen sind nicht nur Spuren der Bildhauer sondern auch jene des urzeitlichen Meeres eingeprägt – Markierungen der Zeit. Musik: Elias Sejun Kim

Anfahrt zum Bildhauerhaus: Ruster Straße nach dem letzten Kreisverkehr in St. Margarethen, Parkplatz linker Seite am Fuße des Hügels, dem Schild „Bildhauerhaus“ folgen. Mehr Informationen zum Ort siehe www.bildhauerhaus.at

Bus-Shuttle Wien-St.Margarethen-Wien! Ticket 16 Euro. Abfahrt in Wien U 3 Station Erdberg um 12.45 Uhr – Rückfahrt ab St. Margarethen 19.00 Uhr.
Buchung per Mail an beatrice.simonsen@gmx.at

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Die Veranstaltung ist eine Kooperation von „Kunst und Literatur“ mit der Grazer Autorinnen Autorenversammlung und dem Symposion Europäischer Bildhauer und wird vom Bundeskanzleramt / Sektion Kunst, der Gemeinde St. Margarethen, der Kulturabteilung des Landes Burgenland und der Stiftung Pro Helvetia gefördert.

Idee/Konzept/Organisation: Beatrice Simonsen für Kunst und Literatur

Die Japanische Linie ist ein Land Art Projekt aus dem Jahr 1970 von Makoto Fujiwara | Makio Yamaguchi | Tetsuzo Yamamoto | Takao Hirose | Satoru Shoji (Fotos: Dirk Simonsen und Makoto Fujiwara)