1. April: LITERATUR RAUM im BILDHAUERHAUS

 

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SPRACH FEUER WERK

LITERATUR RAUM im BILDHAUERHAUS am 1. April 2017, Beginn: 17 Uhr 

St. Margarethen im Burgenland

Die Zusammenarbeit mit dem Institut für Sprachkunst an der Universität für Angewandte Kunst Wien bringt neue Gedanken und Ideen ins Bildhauerhaus nach St. Margarethen. Frieda Paris und Rick Reuther sind zwei junge Autor_innen, die sich mit ihrer Textarbeit den ehemaligen Internationalen Bildhauersymposien (1959 – 1993) widmen. Speziell die Skulptur der polnisch-französischen Künstlerin Alina Szapocznikow aus dem Jahr 1961 wird dabei in Augenschein genommen.

Ferdinand Schmatz, Leiter des Instituts für Sprachkunst, zählt zu den bedeutendsten Vertretern experimenteller Literatur in Österreich. Er wird aus seinem neuesten Buch „das gehörte feuer. orphische skizzen“ lesen. Als „vieldimensionales Sprachfeuerwerk“ (Haymon Verlag) gerühmt, dient es als Inspiration für den Titel des diesmaligen LITERATUR RAUMS im BILDHAUERHAUS, da auch die Autorin Ann Cotten zu jenen zählt, die sich einer erregenden Spracherneuerung stellt. Virtuos handhabt sie klassische lyrische Formen und wirbelt Denkmuster auf. Virtuos sind auch die Darbietungen des argentinischen Gitarristen Diego Muné, der die Lesungen begleiten und sich vom Bildhauerhaus inspirieren lassen wird.

Ein Bus-Shuttle bringt Sie von Wien nach St. Margarethen und zurück: Tickets je 15 €, mit Studentenermäßigung 9 €. Abfahrt von Wien Schwedenplatz um 15.30 Uhr, Rückfahrt 20.30 Uhr. Buchung bis 24. März bei beatrice.simonsen@gmx.at

Das Bildhauerhaus liegt an der Ruster Straße von St. Margarethen in Richtung Rust kommend: Am Alten Bahnhof 3, 7062 St. Margarethen.

Informationen zu den Autor_innen und zur Musik

Ann Cotten

Acotten_051982 geboren in den USA, aufgewachsen und studiert in Wien, lange auch in Berlin und kurz auch in Japan lebend, Bücher mehrere auf Deutsch und Englisch, zuletzt „Verbannt!“ (ed. suhrkamp 2016), „Lather in Heaven“ (Broken Dimanche Press 2016), „Jikiketsugaki.Tsurezuregusa“ (Verlag Peter Engstler, 2017).   Preise (u.a.): Clemens Brentano-Preis 2008, Klopstock-Preis 2015, Hugo Ball-Preis 2017. Foto: Julien Menand

 

Frieda Paris

Foto: Silviu Guiman

1986 in Ulm geboren, lebt und schreibt seit 2009 in Wien. 2013 Abschluss des BA-Studiums der Theater,- Film und Medienwissenschaft (Universität Wien sowie Université Sorbonne Nouvelle III Paris). Im Jahr 2015 Literaturstipendiatin der Kunststiftung Baden-Württemberg. Seit Herbst 2015 Studium der Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst Wien. 2016 START – Stipendium vom Bundeskanzleramt Wien. Zahlreiche Lesungen und Performances. Veröffentlichungen in Anthologien und Zeitschriften, u.a. in Lyrik für alle (edition mosaik), Lyrik von Jetzt 3 – Babelsprech (Wallsteinverlag), Lyrik im Anthropozän (Kookbooks). Foto: Silviu Guiman.

Rick Reuther

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wurde in Rhen geboren und studiert seit 2013 an der Universität für Angewandte Kunst Wien. Er produziert Text + Situationen, unterrichtet Sprache und ist in verschiedenen NGOs wie Asyl in Not und Poika tätig. Seine Texte erschienen u.a. im BLOCK Magazin, EDIT, Randnummer, Metamorphosen und in der kookbooks Anthologie ‚all dies hier, Majestät, ist deins‘. 

 

Ferdinand Schmatz

Ferdinand Schmatz1953 in Korneuburg geboren, lebt in Wien und im Burgenland. Er leitet seit 2012 das Institut für Sprachkunst an der Universität für Angewandte Kunst in Wien und ist Nachlassverwalter und Herausgeber des Werks von Reinhard Priessnitz.

Werkauswahl (seit 1975): Sinn & Sinne. Wiener Gruppe, Wiener Aktionismus und andere Wegbereiter 1992, SPRACHE MACHT GEWALT. Stich-Wörter zu einem Fragment des Gemeinen 1994, Farbenlehre mit Heimo Zobernig, Künstlerbuch 1995, maler als stifter. Poetische Texte zur Bildenden Kunst 1997, Dichtung für alle. Wiener Ernst-Jandl-Vorlesungen zur Poetik 2013, das gehörte feuer. orphische skizzen 2016. Preise (u.a.): Anton Wildgans-Preis 2002, Georg Trakl-Preis 2004, H. C. Artmann-Preis 2006, Ernst Jandl-Preis 2009. Foto: Dirk Skiba

Diego Muné

diego mune

Der argentinische Gitarren-Virtuose Diego Muné bewegt sich mit Komplexität und Leidenschaft zwischen allen Stilen von neuer, zeitgenössischer Musik über freie Improvisation und Jazz bis hin zu anderen Genres. Internationale Konzerttätigkeit als Solist, sowie in vielen verschiedenen Formationen z.B. mit Jorge Sánchez-Chiong, Clementine Gasser, Maggie Nicols, Otto Lechner u.a.m.  Interdisziplinäre Zusammenarbeit z.B. mit Ferdinand Schmatz (Literatur), Talos Kedl und Ferdinand Böhme (bildende Kunst) sowie Filmmusik (neueste Arbeit: Musikalischer Direktor von „El Gran Vuelo“). Kurator der monatlich stattfindenden Konzert-Reihe La Musa.  Foto: Herbert Posch
http://la-musa.weebly.com/diegomune.html

 Fotos: Dirk Simonsen (Feuerzungen, Auf dem Hügel von St. Margarethen)