8. September LESUNG bei Literatur am Steg

Eindrücke vom stimmungsvollen Lesefest „LITERATUR AM STEG“ (Idee und Organisation: Gabriele Petricek) an der Alten Donau in Wien, bei dem der Sammelband „ZU ANDEREN UFERN. Transdanubisierungen“ (2018 hg. von Elena Messner und Eva Schörkhuber im Verlag Sonderzahl) vorgestellt wurde, sehen Sie hier. Es lasen: ELENA MESSNER, AND PAWE, GABRIELE PETRICEK, EVA SCHÖRKHUBER, BEATRICE SIMONSEN und PETRA STURM. Fotos: © Dirk Simonsen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

15. Juli 2018 HOME STORIES im PALAIS WILD

15. JULI … letzte Gelegenheit! HOMESTORIES IM PALAIS WILD

Im 250-Seelen-Dorf Blumau an der Wild liegt das ehemalige Warenhaus Leopold Breinessl, das von Luitgard Eisenmeier 2014 als PALAIS WILD neu eröffnet wurde. Im Empfang und im Salon befinden sich bleibende Sammlungen, teilweise aus Beständen des ehemaligen Kaufhauses:

HOME IS STORE – STORE IS HOME.

Diesmal werden alle 21 Räume des Gebäudes bespielt: von Dachboden bis Entenstall, von Küche bis zum Austraghäusl über die EDEN an der Wild, die sich in neuem Schnitt präsentiert. Der Palast der tausend Räume öffnet seine Pforten für das neugierige Publikum, das diesmal tatsächlich bis in den hintersten Winkel des sagenumwobenen Gebäudes vordringen darf und dabei zwischen Mangelstube und Elektromuseum, Rahmenhandlung und Rattenfalle, Hungerkasten und Rohrmonochord unverhoffte Entdeckungen machen kann. Ein Home Story Guide führt durch das Gelände, weitere Personen, Fiktionen und Arrangements treten ins Bild, das Publikum fällt in NOENTRANCE und wird am Diwan, im Austraghäusl und am Holzküchenherd kulinarisch serviciert.

Eine Veranstaltung im Rahmen des Viertelfestival NÖ – Waldviertel 2018.

PALASTWANDERUNGEN

am 17. Juni, am 1. Juli und am 15. Juli 2018. Beginn jeweils um 14.30 Uhr! Lesen Sie die erste Berichterstattung von Daniela Schuh in der NÖN:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ADRESSE & TERMINE:

3762 Blumau an der Wild 54, PALAIS WILD, Bezirk Waidhofen/Thaya

So 17. Juni, So 1. Juli, So 15. Juli: Beginn jeweils 14:30 Uhr, Ende ca 18 Uhr

Unverhoffte Entdeckungen in allen 21 Räumen des PALAIS WILD. Festes Schuhwerk anziehen! Während/nach der Palastwanderung gibt es Getränke, Süßes und das Haupmenü.

Eintritt: 12 € inkl. Essen & Getränke / Kinder bis 12 J.: Eintritt frei
Bitte um Anmeldung bei luiteisen@gmail.com

ANREISE mit ÖFFENTLICHEN VERKEHRSMITTELN:
Zug ab Wien-Heiligenstadt 12.34 Uhr, Ankunft Irnfritz 13.57 Uhr.
Taxi Irnfritz – Blumau (Unkostenbeitrag pro Person 5 € hin und zurück)
Rückfahrt ab Blumau 19.20 Uhr Taxi nach Göpfritz, dort Abfahrt um 19.48 Uhr
Ankunft in Wien-Heiligenstadt um 21.23 Uhr

Verbindliche Buchung der Abholung per Taxi bis 24. Juni (für 1. Juli), bis 8. Juli (für 15. Juli) bei luiteisen@gmail.com oder SMS: 0664-3155266

Info: +43-664-31 55 266 (Luitgard Eisenmeier) palaiswild.at www.viertelfestival-noe.at/ homestories-im-palais-wild

MITWIRKENDE:

Natalie Deewan (Home Story Guide), Luitgard Eisenmeier (Hausfrau), Hannelore und Diana Lazarus (Erzählerin und Enkelin), Trude Michl (am Buffet), Sofia Ntontis (3D-EDEN-Schnitt), Beatrice Simonsen (Mini-Drama)

 

 

 

 

 

 

 


Fotos: © Luitgard Eisenmeier (Palais Wild), Natalie Deewan (NOENTRANCE), Dirk Simonsen (Fotogalerie)

30. Juni Kunst und Literatur im Burgenland bei Wander Bertoni

Die Windfrauen
„Am Strand von Goa sah ich sie von überall herbeikommen, sie saßen in Gruppen zu zweit, und führten leise Gespräche. Sie waren Frauen aller Altersgruppen, die, nach Westen blickend, versammelt auf den Sonnenuntergang warteten. Kaum war die Sonne verschwunden, kam der Wind und verfing sich in ihren Saris. Diese elementare Kraft verwandelte die Sonnenanbeterinnen in Fabelwesen. Sie bekamen Flügel wie Engel oder Vögel, sie waren vom Wind geschliffene Steine, ihre Haare wurden wehende Fahnen, die aufgeblasenen Stoffe wie Segel, an ihren Brüsten, Bäuchen und Schenkeln klebte die Seide, als ob sie gerade dem Wasser entstiegen wären. Sie waren Sphinxen mit verkniffenen Augen.
Der vom Wind aufgepeitschte Ozean und die auf den Strand geschleuderten Wellen erinnerten mich an ein Gedicht Lautréamonts, in dem er den Ozean als lebendes Wesen beschreibt.“ Wander Bertoni „Indisches Tagebuch“ 1985

Samstag, 30. Juni 2018 um 18 Uhr
Freilichtmuseum Wander Bertoni
Gritsch Mühle 1, 7092 WINDEN am See

Der zweite Termin des Jahres von „Kunst und Literatur im Burgenland“ zeigte im idyllischen Ambiente der Gritsch Mühle das umfassende Werk des heute 92-jährigen Bildhauers WANDER BERTONI in neuem Licht: Eine Lesung des ehemaligen Leiters der Kulturredaktion von ORF-Burgenland GÜNTER UNGER aus seinem Roman „Hunnen sterben anders“ brachte Einblicke in die kulturelle Szene des Burgenlands seit den 1960er Jahren. Die Salzburger Autorin WALLY RETTENBACHER knüpfte mit einem poetic live act in 3D (im Download zu hören „varanasi, aus: fragmente einer reise“) an die ausgedehnten Reisen des Bildhauers nach Indien an. BEATRICE SIMONSEN las Ausschnitte aus dem „Indischen Tagebuch“ von Wander Bertoni. Die musikalische Begleitung auf dem ungarischen Tárogató, gespielt von MIHÁLY ILLÉS, brachte eine orientalische Note ins Geschehen. Eine besondere Gelegenheit bot auch die Führung von WALTRAUD BERTONI, der Lebensbegleiterin von Wander Bertoni.

BERTONI-WEBCOLLAGE / FILM: Dirk Simonsen / Ton und Schnitt: Wally Rettenbacher

1965 erwarb der Bildhauer WANDER BERTONI eine Wassermühle in Winden am See am Fuße des Leithagebirges. Auf altem Kulturboden (römische Villa, Fund der ältesten Weinpresse auf österreichischem Gebiet – zweite Hälfte 200 n. Chr.) entstand ein Kunstort ganz besonderer Art und einzigartig im europäischen Raum.

Im Freilichtmuseum Wander Bertoni sind zahlreiche Großplastiken des Künstlers auf freiem Gelände ganzjährig zu besichtigen. Nach jahrelangen Restaurierungen und Zukäufen von umgebenden Äckern wurde der Ausstellungspavillon (Planung: Architekt Prof. Johannes Spalt) errichtet. Im Pavillon ist das Lebenswerk Wander Bertonis chronologisch geordnet ausgestellt. In der Galerie sind der Zyklus DAS INDISCHE TAGEBUCH (Tagebuch eines Bildhauers aus mehreren Asienreisen) und KLERIKALE ENTWÜRFE (Volksaltarentwürfe, Vortragskreuze, Ambonen) und der Zyklus ECCLESIA (die verschiedenen Erscheinungsformen der Frau (Göttinen, Madonnen, …) zu sehen.

Wander Bertoni gehört zu den bedeutendsten Bildhauern Österreichs. Seine Werke sind an zahlreichen prominenten Orten, wie zum Beispiel vor dem Landtag in Eisenstadt oder im Festspielhaus Salzburg, zu sehen. Seit 1943 lebt der in Italien geborene Künstler in Wien, seit 1965 im Burgenland. Die Besichtigung und Bekanntwerdung mit dem Lebenswerk des Künstlers stehen mittels literarischer Interventionen im Mittelpunkt des Interesses.

Der Journalist, Autor und Kunstsammler, ein Wegbegleiter des Künstlers, GÜNTER UNGER, ist eingeladen, uns seine Sicht auf den Künstler zu erläutern und liest aus seinem Buch „Hunnen sterben anders“. Dieser 2016 erschienene Roman ist ein Schlüsselwerk zur künstlerischen Szene Österreichs und des Burgenlandes, war der Autor doch langjähriger Chefredakteur des ORF Burgenland und ebenso langjähriger Betreiber der Internationalen Hörspieltage in Rust am See. Einen Kontrapunkt setzt die Salzburger Autorin WALLY RETTENBACHER. Sie knüpft an das Thema der Asienreisen des Bildhauers mit einem Poetic Live Act in 3D an, bei dem sie zu Bildmontagen und Soundaufnahmen aus Indien einen lyrischen Text vorträgt und somit neue literarische Dimensionen aufruft. Dem Bestreben, renommiertem und anerkanntem Kunstschaffen Neues und Experimentelles gegenüberzustellen, wird somit treu geblieben.

Mit Dank für die freundliche Kooperation mit Prof. Wander Bertoni und Dr. Waltraud Bertoni, sowie mit Unterstützung des BKA_Kunst, der Grazer Autorinnen Autorenversammlung (GAV) und der Kulturabteilung des Landes Burgenland. Im Rahmen von Burgenland liest!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ANREISE MIT ÖFFENTLICHEN VERKEHRSMITTELN

ab Wien Hauptbahnhof 16.15 Uhr Ankunft Winden am See 17.04 Uhr. Fußweg zur Gritsch Mühle ca 20 min. Abholung gegen Voranmeldung unter beatrice.simonsen@gmx.at möglich! Rückreise: ab Winden am See 20.49 Uhr Ankunft Wien Hauptbahnhof 21.42 Uhr.

Informationen zu den Mitwirkenden

Wander Bertoni

Geboren 1925 in Condisotto, Italien, kam 1943 als Zwangsarbeiter nach Österreich. Nach dem Zweiten Weltkrieg studierte er in den Jahren 1946 bis 1952 an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Fritz Wotruba und restaurierte für das Bundesdenkmalamt beschädigte Denkmäler in Wien (zum Beispiel die Pestsäule am Wiener Graben).
Kontakte mit ausländischen Künstlern und deren Arbeiten, zum Beispiel jenen von Giacometti oder Arp, wurden Anknüpfungspunkte zur abstrakten Kunst für ihn.
Von 1965 bis 1994 leitete er die Meisterklasse für Bildhauerei an der Universität für angewandte Kunst Wien.
Teilnahme an internationalen Biennalen und Auszeichnungen:

  • 1950, 1952, 1954 und 1966: Teilnahme an der Biennale Venedig
  • 1953: 2. Biennale von São Paulo
  • 1958: Bildhauerpreis der Biennale de São Paulo
  • 1958: Preis der Stadt Wien für Bildende Kunst
  • 1959, 1961 und 1963: Biennale Middelheim – Antwerpen
  • 1986: Ehrenmedaille der Stadt Wien in Gold
  • 1991: Großes Ehrenzeichen des Landes Burgenland
  • 1999: Orden der Republik Italien „Cavaliere d’ Italia“
  • 2005: Ehrenmitgliedschaft der Universität für angewandte Kunst
  • 2009: Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse

Wally Rettenbacher

Wally[RE], [Wally Rettenbacher], geboren 1968, lebt und arbeitet in Salzburg und auf Reisen. Sie schreibt Prosa, Gedichte, Essays. Ebenso [Reise]fotografie. Seit 1998 „Freie Radioaktivitäten“: Hörbilder, Fieldrecordings und Features. Aktuell: Konzeption und Produktion der Sendeschiene „seitwärts: [poetologische ortungen]„, ein experimentelles Audioprojekt mit „literarischen Interventionen“ und „poetic acts“ im öffentlichen Raum.

 

Günter Unger

Geboren 1941, lebt in Großhöflein. Er war Leiter der Kulturabteilung des ORF Landesstudio Burgenland, Hörspiel-Produzent, Autor und Regisseur zahlreicher Kulturdokumentationen. Veranstalter der Hörspieltage in Unterrabnitz und Rust, Hg: Literaturzeitschrift wortmühle. Lehrbeauftragter für Hörspiel am Institut für Theaterwissenschaft der Universität Wien. Publikationen (Auswahl): Das andere Licht. Kunst im Burgenland seit 1945 (Kunstband 1990), Burgenland mon amour. Koordinaten einer Kultur- und Kunstlandschaft (Fotobuch 2006). Hunnen sterben anders (Roman 2016).

Fotos der Biographien: © Wander Bertoni, Marcus D. Niski, Dr. Günter Unger. Alle anderen Fotos © Dirk Simonsen

 

7. April 2018 Kunst und Literatur im Burgenland

WERKSTATTGESPRÄCHE

mit einer AUSSTELLUNG von TONE FINK
und einer LESUNG mit KARIN IVANCSICS

Musik: Clemens Frühstück
Moderation: Beatrice Simonsen

Samstag, 7. April 2018 um 15 Uhr
im ehemaligen Gasthaus Jakob Grafl
Baumgartner Str. 2, 7022 SCHATTENDORF

Eintritt frei!

Gasthaus Schattendorf

„Kunst und Literatur im Burgenland“ präsentiert WERKSTATTGESPRÄCHE mit dem bildenden Künstler TONE FINK und der Autorin KARIN IVANCSICS. In den Gesprächen mit BEATRICE SIMONSEN wird auf das spezielle Schaffen der beiden Protagonist_innen eingegangen und die Hintergründe ihrer künstlerischen Arbeit beleuchtet.

Der aus Vorarlberg stammende Zeichner, Maler, Objektemacher, Performance- und Filmkünstler Tone Fink hat nicht nur in Wien, sondern auch in Schattendorf  eine Wahlheimat gefunden. Das nunmehr in seinem Besitz befindliche ehemalige Gasthaus Jakob Grafl – ein zum Kunstort umfunktioniertes Lokal, das bereits seit einigen Jahren von jungen Kunstschaffenden genützt wird – ist ein Ort, der ihm die Freiheit und den Raum für neue Ideen gibt. Der Allrounder, dessen Leidenschaft die Arbeit mit Papier in allen seinen Formen ist, zeigt großformatige Künstlerbücher, Zeichnungen und Objekte aus Papier und erzählt von seiner Arbeit.

Die großteils in Wien lebende Burgenländerin Karin Ivancsics publizierte bisher zahlreiche Romane und Erzählungen immer am Puls der Zeit. Themen wie Kindheit, Aufwachsen, Grenzen, Feminismus und Gesellschaftspolitik beschäftigen die engagierte Autorin. Ihre besondere Affinität zur Kunst besteht darin, dass sie mehrere ihrer Publikationen mit eigenen Zeichnungen illustrierte. Auch spielt der Kunstbetrieb in manchen ihrer Werke eine besondere Rolle und das Publikum hat nun die besondere Gelegenheit im Gespräch mit Beatrice Simonsen mehr über speziellen Arbeitsweisen der Autorin und über ihre persönlichen Lebensbedingungen zu erfahren – Anekdotisches und Humorvolles nicht auszuschließen. Gemeinsam mit ihr lesen wir “zwischen den Zeilen”.

Wir freuen uns, dass der Saxophonist CLEMENS FRÜHSTÜCK, der in Eisenstadt beheimatet und in vielen unterschiedlichen Formationen tätig ist, die Veranstaltung musikalisch begleitet.

Konzept und Organisation: Beatrice Simonsen

Die Veranstaltung findet im Rahmen des GAV Burgenland-Projektes „Zwischen den Zeilen“ und „Burgenland liest 2018!“ sowie in Kooperation mit Katharina Fink statt. Mit freundlicher Unterstützung der Kunstsektion des BKA und der Grazer Autorinnen Autorenversammlung.

Informationen zu den Mitwirkenden und zur Anreise:

TONE FINK

Tone Fink

 

 

 

 

geboren 1944 in Schwarzenberg, Vorarlberg, Österreich. Lebt und arbeitet in Wien, Vorarlberg und Schattendorf. Studium an der Akademie der bildenden Künste Wien. Zeichner, Maler, Objektemacher, Performance- und Filmkünstler.

Auszeichnungen: Preis der Stadt Wien für Bildende Künste, Ehrengabe des Landes Vorarlberg für Kunst, Auszeichnung bei Handwerk und Form, Bregenzerwald, Konstanzer Kunstpreis

Einzelausstellungen (Auswahl): Albertina, Secession und Museum moderner Kunst in Wien; Rupertinum, Künstlerhaus, Neue Galerie der Stadt Linz; Museumsgalerie Bozen; Galerie Nothelfer, Berlin; Galerie Holtmann, Köln; Stampa, Basel; Galerie Lang,Wien; Galerie Heike Curtze, Wien Gallery Ishikawa, Tokio; Gallery Aoi, Nagoya; C. Art Galerie, Dornbirn; Galerie am Lindenplatz, Vaduz; Kunsthaus Bregenz, Vorarlberg; MAK-NITE und Textilausstellung, Wien usw.

Bücher (Auswahl): „Zwischen den Bildern“, Edition Splitter Wien; „Sehstücke“ und „Strichfindlinge“, Rainerverlag Berlin; „PandÄmonium“ und „Maikäferdompteur“, Edition Freibord Wien und Nothelfer Berlin; „Telefonbuch“, Museum mod. Kunst Wien; „Zeitrisse“, Albertina Wien

Kunstfilme (Auswahl): „Narrohut“; „Katijubato;“ „Aus der Luft gegriffen“; „Roll Over“(Biennale Kairo)

Zahlreiche Aktionen und Performances bei internationalen Festivals, wie z. B. beim Steirischen Herbst, bei den Bregenzer Festspielen, den Wiener Festwochen, zuletzt: 2008 Museum der Moderne, Salzburg, (Max Ernst u. die Welt im Buch), 2010 Kunstverein Konstanz, 2016 „Zeichnung in den Raum“, Traklhaus Salzburg. 

CLEMENS MARIA FRÜHSTÜCK

Clemens Quadrat

 

 

 

 

geboren 1972 in Eisenstadt, erhielt seine musikalische Ausbildung an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz bei Peter Straub, Hannes Kawrza, Karl Drevo, Karlheinz Miklin und Heinrich von Kalnein. Er besuchte Meisterklassen bei Eugené Rousseau, Arno Bornkamp, Markus Weiss und Oto Vrhovnik.

Clemens Frühstück ist Mitbegründer des Saxophonquartetts Saxquadrat sowie des Ensemble Zeitfluss, einem Kammermusikensemble für die Musik des 20. Und 21. Jahrhunderts. Als Solist tritt er mit seiner Schwester Clara Frühstück am Klavier auf. Seine künstlerischen Projekte führten Clemens Frühstück als Solist und Kammermusiker zu zahlreichen internationalen Konzerten (Japan, China, Frankreich, Italien, Ungarn, Kroatien, Bosnien, Albanien) sowie zu grossen Festivals der Neuen Musik (Steirischer Herbst, Musikprotokoll, Wien Modern, Musikbiennale Zagreb).

KARIN IVANCSICS

Ivancsics 5

 

 

 

 

geboren 1962 in St.Michael/Burgenland, aufgewachsen in Deutsch Jahrndorf. Studium der Germanistik, Romanistik, Publizistik in Wien. Seit 1994 freie Schriftstellerin, schreibt Lyrik, Erzählungen, Romane, Theaterstücke und Essays. Sie lebt in Wien und im Burgenland.

Tätigkeiten (Auswahl): Organisation und Programmgestaltung von Literaturveranstaltungen: alljährlich In Memoriam – SchriftstellerInnen lesen Texte verstorbener KollegInnen im Literaturhaus Wien für die Grazer Autorinnen Autorenversammlung; Literarische Grenzgänge Kittsee (Zweisprachige Lesereihe); Workshops an ungarischen Hochschulen; Sommerakademie Zakynthos;  2013/14/15 Künstlerische Leiterin der Sommerakademie Kittsee.

Auszeichnungen und Stipendien (Auswahl): Aufenthaltsstipendium des Senats im Literarischen Colloquium Berlin, Hertha-Kräftner-Preis (gemeinsam mit Andreas Okopenko), Erster Preis für Bühnenstücke des Landes Burgenland (2001), Literaturpreis des Landes Burgenland (2004), Wiener Autorenstipendium, Österreichisches Staatsstipendium, 2015/16 Projektstipendium des BKA, 2017/18 Stipendium der Literar Mechana.

Publikationen (Auswahl): 1989 Frühstücke, Kurzgeschichten, Wiener Frauenverlag; 1990 Panik, Novelle, Fama Verlag; 1995 Durst!, Wiener Frauenverlag; 1996 Aufzeichnungen einer Blumendiebin; 1999 Wanda wartet, Ein Triptychon, Ritter Verlag, Klagenfurt – Wien; 2005 Süß oder scharf, Ein Tag im Leben einer Taugenichtsin, Novelle; 2008 Anna hat zwei Tage, Vom Mutterglück und anderen Umständen, Erzählungen; 2011 Restplatzbörse, Roman, Bibliothek der Provinz, Weitra; 2015 Aus einem Strich die Landschaft, Essays, Edition Lex Liszt 12.

Mitglied des Literaturkreises Podium, Regionaldelegierte der Grazer Autorinnen Autorenversammlung Burgenland, Präsidiumsmitglied der Erich Fried-Gesellschaft. 

ANREISE:

Schattendorf erreichen Sie von Wien aus mit dem Auto am besten über die A3. Mit der Bahn von Wien aus Richtung Deutschkreutz (Station Baumgarten/Schattendorf) ca eine Stunde Fahrt und 20 min Gehzeit.

GASTRONOMIE und MUSEUM:

Einige gemütliche Gasthäuser (der Landgasthof Grafl in der Mattersburger Straße 2, Johann Reichl am Kräftenweg 2 und der Sonnenhof in der Fabriksgasse 35) erwarten Sie!

Schattendorf hat sich im Zusammenhang mit dem Wiener Justizpalastbrand 1927 ins historische Gedächtnis Österreichs eingebrannt, da die „Schattendorfer Schüsse“ unmittelbare Auslöser für dieses Ereignis waren. In der sehenswerten „Schuhmühle“, einer prächtig renovierten Getreidemühle, die heute als Museum und Kulturzentrum dient, finden Sie eine Dokumentation dieses Vorfalls (Am Tauscherbach 1, Samstag geöffnet von 9 – 12 Uhr).

Fotos: © Bilder der Veranstaltung am 7.4.2018 Dirk Simonsen und Paul Ritter (2), Katharina Fink (ehemaliges Gasthaus Jakob Grafl)

Beitragsbild: © Tone Fink Zeichnung 09/010 o.T. (Ausschnitt)

 

 

 

 

 

14. Juni 2018 Fest und Lesungen in Eisenstadt

 

Mit vielen Lesungen und Musik werden 45 Jahre GAV auch im Burgenland gefeiert!
Ab 18.30 Uhr im Pulverturm in Eisenstadt!

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EINLADUNG ZU 45 Jahre GAV

Ein Fest mit Lesungen und Musik

In Kooperation mit dem Verlag lex liszt 12

Begrüßung: Petra Ganglbauer

Lesungen:

Gerhard Altmann, Christl Greller, Klaus Haberl,
Mechthild Podzeit-Lütjen, Beatrice Simonsen, Susanne Toth

Moderation: Karin Ivancsics

Musik: Mike Bench und „Schilfgürtel“

Donnerstag, 14. Juni 2018, 18:30 Uhr

im Pulverturm, Lionsplatz 1, 7000 Eisenstadt

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Im Jahr 1973 wurde Österreichs größte Literaturvereinigung, die Grazer Autorinnen Autorenversammlung (GAV) – mit zurzeit ca. 700 Mitgliedern – als Gegenpol zum PEN-Club gegründet. Zu den Gründungsmitgliedern zählen u. a. so bedeutende Autorinnen und Autoren wie Friedrich Achleitner, H. C. Artmann, Wolfgang Bauer, Barbara Frischmuth, Peter Handke, Ernst Jandl, Friederike Mayröcker und Gert Jonke. Auch bildende KünstlerInnen wie Günther Brus, Valie Export und Hermann Nitsch waren darunter.

Die Grazer Autorinnen Autorenversammlung hat es sich seit ihrem Bestehen zur Aufgabe gemacht, einerseits die Verständigung und Kooperation von Autorinnen und Autoren zu fördern und andererseits auch jenen literarischen Strömungen und Verfahrensweisen Raum zu geben und Beachtung zu schenken, die sich abseits des großen Marktes finden.

Anlässlich unseres 45jährigen Bestandsjubiläums und dem Schwerpunktjahr „Burgenland liest“ entsprechend laden wir zu einem Fest mit Lesungen und Musik, in dem wir auf die Vielfalt hervorragender burgenländischer GAV-AutorInnen hinweisen.

In einer bunten Mischung stellen wir 6 Mitglieder/AutorInnen vor, die ihre Bücher im burgenländischen Verlag lex liszt 12 veröffentlicht haben und die Auszüge aus ihren Werken lesen werden: Gerhard Altmann, Christl Greller, Klaus Haberl, Mechthild Podzeit-Lütjen, Beatrice Simonsen und Susanne Toth.

Begleitet und umrahmt werden sie dabei von dem Gitarristen Mike Bench.

Im Anschluss an die Lesungen gibt es ein Konzert von „Schilfgürtel“, deren CD ebenfalls bei lex liszt 12 erschienen ist.

(Pressetext von Karin Ivancsics, Regionaldelegierte der GAV Burgenland)

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BIOGRAFIEN DER BETEILIGTEN AUTOR_INNEN 

Gerhard Altmann, 1966 geboren, lebt in Pöttsching. Er studierte Germanistik und Publizistik und schrieb seine Diplomarbeit über die burgenländische Dichterin Hertha Kräftner. Seit 1991 ist er freier Journalist und Autor, seit 2000 Pressesprecher der Energie Burgenland. Zahlreiche Bücher, u. a.: hianungraud, Dialektgedichte (2001), Grenadiermasch, Texte und Gedichte (2008), wörterberg (2010), heazdregg und hianungraud (edition lex liszt 12, 2016). 

Christl Greller – Geboren 1940 in Wien, seit 56 Jahren Schwiegerburgenländerin. 6 Lyrikbände, 3 Erzählbände, 1 Roman (zwei davon in burgenländischen Verlagen). Texte in unzähligen Zeitschriften, auch „Pannonia“ und „Pannonisches Jahrbuch“. Zahlreiche Lesungen in Literaturzentren wie Literaturhaus Mattersburg, OHO, Gerbgruben, Altes Kloster Lockenhaus…, Lyrik-und Prosa-Sendungen in Radio Burgenland. 2 burgenländische Lyrikpreise. Publikumspreis bei den ORF und TELETEXT „Schirmgedichten“ 2017.

Klaus Haberl – Geboren 1957. Großeltern und Mutter aus Kobersdorf. Freier Schauspieler, Autor und Regisseur. Schreibt Lyrik und Dramatik. Nestroypreis für die Uraufführung seines Stückes „Hain“ 2001/Nominierung zum Literaturpreis „Irseer Pegasus“, 2010; Veröffentlichungen: „Ein Zimmer hinaus, in dem ich wohne“, Gedichte, edition lex liszt 12 (2010),“mars versus venus“, Gedichte und Sounds, edition zeitzoo Wien, 2015, „Auf den Treppen der Erde“, Gedichte, edition lex liszt 12 (2015).

Mechthild Podzeit-Lütjen – Lebt und arbeitet in Wien und im Seewinkel. Zahlreiche Preise; mehrere Reisestipendien nach Kuba. Zahlreiche Publikationen, zuletzt: Perseus oder das Unvorhergesehene. Hörbuch, 2013. Welch eine liebe. lex liszt 12. Oberwart. 2016. Studium der Deutschen Philologie. Sponsion 2015. Studienreisen nach Ägypten, Rom, Israel, Kanada, New York.

Beatrice SimonsenGeboren 1955 in Wien, aufgewachsen im Burgenland. Studium der Romanistik und Kunstgeschichte, Dr. phil. Literaturkritikerin und Autorin. Seit 2013 Konzipierung und Organisation von Projekten für „Kunst und Literatur“ vorwiegend im Burgenland. Publikationen: 2005 „Grenzräume. Eine literarische Landkarte Südtirols“ (HG.), 2015 „Grenzräume. Eine literarische Spurensuche im Burgenland“ (HG.), edition lex liszt 12, 2016 Erzählung in „Behaust“ (HG. K. Tiwald) u.a.

Susanne Toth – Geboren in Lockenhaus, lebt und arbeitet in Wien. Poetin, Autorin, Sprecherin. 1993 – 2000 Mitarbeit an der schule für dichtung in wien. Seit 1999 kontinuierlich Lesungen und Text-Performances (mit improvisierter Musik) im In- und Ausland. Einzelpublikationen Buch, Hörbuch sowie Veröffentlichungen in Anthologien, Literaturmagazinen, Radio, online. Zuletzt erschienen: in: „71 Oder Der Fluch der Primzahl“ (Edition Marlit, 2017). in: „BEHAUST. Menschen unter Dach im Burgenland“ (Edition Marlit, 2016). in: „denk*mal“ – [kunstwerk] krastal, Katalog (Wien, 2016).

Einleitung: Petra Ganglbauer Geb. 1958 in Graz. Lebt als freiberufliche Autorin und Radiokünstlerin in Wien und im Burgenland. Präsidentin der Grazer Autorinnen Autorenversammlung/GAV. Bücher, zuletzt: Wie eine Landschaft aus dem Jahre Schnee, Bibliothek der Provinz (2017). Im Frühjahr 2018 erscheinen „Zur Lage“, Edition Art Science und „Mit allen Sinnen“, edition Keiper.

Moderation: Karin Ivancsics – Geboren 1962 in St. Michael, aufgewachsen in Deutsch Jahrndorf. Lebt als freie Schriftstellerin in Wien und im Burgenland. Regionaldelegierte der GAV Burgenland, Präsidiumsmitglied der Erich Fried-Gesellschaft. Im Herbst 2018 erscheint ihr neuer Roman „Die Gastgeberin“ in der Bibliothek der Provinz.

 

Renate Welsh-Rabady zum 80.Geburtstag

Renate Welsh RabadyDIE WELT VERÄNDERN

Renate Welsh-Rabady, bewährte Autorin aus der starken Riege österreichischer Kinder- und Jugendliterat_innen, schreibt ebenso für Erwachsene und feiert im Dezember 2017 ihren 80. Geburtstag. 

Die Autorin im Gespräch mit Beatrice Simonsen

In Ihrem stattlichen literarischen Werk, an dem Sie seit fast fünfzig Jahren und immer noch unermüdlich arbeiten, verschwimmen oft die Grenzen zwischen Jugend- und Erwachsenenroman. Ihre Bücher sind für alle Altersgruppen interessant und spannend zu lesen. Andererseits sind Sie auch mit Kinderbüchern, besonders mit der Figur des „Vamperl“ sehr bekannt geworden. Wie sind Sie denn eigentlich zum Kinderbuchschreiben gekommen?

Das war eine typische 68er-Jahr-Entscheidung: Ich wollte etwas gegen Vorurteile tun, weil ich dachte, dass Vorurteile der größte Bremsklotz sind, der Menschen daran hindert so zu sein, wie sie eigentlich gern sein möchten. Um gegen Vorurteile anzugehen, muss man sie dort erwischen, wo sie noch nicht das ganze Menschengewebe durchwachsen, sondern erst kleine Würzelchen haben – und da muss man bei Kindern anfangen. Da war die Entscheidung, Kinderbücher zu schreiben, naheliegend. Das war eine sehr klare Entscheidung. Es war auch die Zeit, in der ich mit Kindern im Krankenhaus arbeitete und ziemlich viel schlechtes Gewissen hatte, weil ich so deutlich erlebte, wie groß der Vorteil war, den meine eigenen Kinder gegenüber vielen anderen hatten. Die sind zwar mit sehr viel weniger materiellen Gütern aufgewachsen, hatten aber den ungeheuren Vorteil an Sprache, an Möglichkeiten … Da hab ich gedacht: Dagegen muss man was tun.

Sie haben sehr jung geheiratet und Kinder bekommen …

Viel zu jung! Ich hab zwei Söhne aus dieser ersten Ehe und es ist gut, dass es die gibt. Wir können ganz gut miteinander.

Aber Sie haben nicht – wie manche andere – aus dem Impuls begonnen, für Ihre eigenen Kinder zu schreiben?

Nein. Das, was ich für meine Kinder erfand, hab ich nie aufgeschrieben. Das waren private Geschichten, die aus dem entstanden sind, was wir zusammen erlebt haben.

Sie haben aber auch als Übersetzerin gearbeitet …

Ich bin sehr lange sehr vertraut mit der englischen Sprache gewesen. Meine erste Matura machte ich in Amerika, weil ich mit fünfzehn Jahren dorthin kam. Das war damals – 1953 – eine große Sache. Aus dieser Vertrautheit heraus begann ich später zu übersetzen. Als ich dann einsah, dass ich leider keine neue Literaturform erfinden werde – weil das immer schon irgendwelche grauslichen Leute vor dreißig Jahren erfunden hatten, was ich erfand – setzte ich meine Sprachverliebtheit beim Übersetzen ein. Das hat mir viel Spaß gemacht. Ich hab dabei viel gelernt. Ich glaub, dass Übersetzen eine weitgehend unterschätzte und sehr wichtige Tätigkeit ist.

Haben Sie mit dem Übersetzen dann zugunsten des literarischen Schreibens aufgehört?

Als das Schreiben zu meiner größten Überraschung eine Möglichkeit wurde, davon zu leben, hat es das Übersetzen verdrängt.

Was war Ihr erster durchschlagender Erfolg?

Das war der Roman „Johanna“ (Anm.: erschienen 1979). Der ist hier in Hilzmannsdorf (Anm.: dem Landsitz der Autorin in der Buckligen Welt) entstanden. Es war die Geschichte meiner Nachbarin. Eine Geschichte, die in den 1930er Jahren in Österreich spielt und die mich sehr beschäftigt hat. Sie war eine Frau, die ich sehr schätzte, sehr mochte und die überhaupt keine Chance auf der Welt hatte. Nachdem ich alles, was man für das Leben auf dem Land lernen muss, von ihr lernte, und nachdem sie für mich auch so eine Art Mutterersatz war in ihrer Lebensklugheit, in ihrer unsentimentalen Freundlichkeit, erzählte sie mir wie sie in dieses Dorf kam – und das hat mich sehr schockiert.

Sie war damals dreizehn Jahre alt, hatte die acht Jahre Schulpflicht hinter sich. Sie war das uneheliche Kind einer Dienstmagd, die das uneheliche Kind einer Dienstmagd war und so fort … Generationen weit zurück. Aber sie hatte Glück mit ihren Zieheltern, die sagten: „Am besten du gehst dorthin zurück an die Dienststelle, wo deine Mutter gearbeitet hat, weil hier bei uns – das war im südlichen Burgenland – gibt’s keine Lehrstellen. Und Einheiraten kannst du auch nirgends, weil g’heirat wird nur eine, die so viel hat wie man selber. Und so viel wie du nix hast, gibt’s ja ned.“ So kam sie hierher nach Hilzmannsdorf und der Armenrat wollte sie gleich als Dienstmagd nehmen. Aber sie sagte: „Nein, das war nicht ausgemacht. Ausgemacht war, dass ich was lernen darf. Ich will Schneiderin werden.“ Und der Armenrat hat einen klassischen Satz gesagt, das war 1931: „Wo kämen wir da hin, wenn ledige Kinder was wollen dürfen.“ Das war gerade die Zeit, als die Diskussion aufkam, ob unehelich geborene Kinder den ehelich geborenen gleichgesetzt werden sollten.

Mir hat dieser Satz, der einem Menschen eigentlich die Menschenwürde abspricht, die Augen geöffnet. Das war absolut unmöglich, diesen Satz zu akzeptieren, weil er eine Frau betraf, die ich so bewunderte, die mir geholfen hat, mich aus dem Gewurschtel meiner persönlichen Vergangenheit herauszuarbeiten. Und sie dachte immer noch, sie müsste der Welt beweisen, dass sie was wert ist. Und deshalb wollte ich ihr ihre Vergangheit so zurückgeben, dass sie mit Stolz sagen kann: „Das bin ich.“ Da hat sie zuerst natürlich „Nein“ gesagt. Sie hat sich bei mir umgeschaut, hat die Familienportraits bei mir an der Wand gesehen und sagte: „Nein, das kann man nie verstehen, wie das ist, wenn man da her kommt, wo ich herkomm.“

Es ist mir aber doch gelungen, dass sie mir erlaubt, dass ich es schreib. Es war damals eine sehr große Arbeit, die 1930er Jahre in Österreich zu recherchieren – 1965 bis 1978 arbeitete ich daran. Es gab eigentlich kaum etwas zu dem Thema, nur zwei Dissertationen. Ich las einfach alles aus dieser Zeit, was mir in die Hände kam, alle Zeitungen vom Kaninchenzüchterverband- bis zum Gewerkschaftsblatt soweit sie vorhanden waren. Sehr viel ist verbrannt, die Russen waren hier in der Gegend. Und ich redete mit Zeitzeugen – es war eine sehr aufwändige Recherche.

Als ich fertig war, hat der Verleger – Dr. Leiter bei „Jugend und Volk“, den ich sehr mochte – gesagt: „Na Seawas, du hast uns ein Ei gelegt! Wir werden nix als Schwierigkeiten haben. Es gibt kein Fettnäpfchen, in das du nicht hineintrampelst. Jenseits der Weißwurschtgrenze wird es keiner lesen, weil es voll von Austriazismen ist und die kann man auch nicht ausbügeln, weil man kann nicht eine Dirn in Niederösterreich aufs Kartoffelfeld mit der Harke schicken. Das geht halt nicht, weil die Sprache und die Landschaft zusammengehören. Du musst schauen, dass du von den Übersetzungen lebst, weil Lesungen kriegst du sicher keine.“

Zu unser aller Überraschung hat das Buch den Deutschen Jugendliteraturpreis bekommen und es gab ein paar Veranstaltungen zum Sauschlachten – wo ich als Sau eingeladen war (sie lacht). Aber dann sind bei den Lesungen ehrenwerte alte Bibliothekare aufgestanden und sagten: „Der Herr oder die Frau Professor Sowieso werden es sicher besser wissen, aber ich muss sagen: die Geschichte von meiner Tante war genauso. Genauso war’s.“ Und plötzlich hat es nicht mehr geheißen, dass ich sozialistische Parteigeschichte geschrieben hab, sondern es wurde als historisches Dokument anerkannt.

Das war alles noch vor dem „Vamperl“ und es hatte tatsächlich eine große Wirkung für mich – dass ich „Geschichte von unten“ geschrieben hab, das hat etwas ausgelöst.

Das meinte ich zuvor, dass Ihre Bücher in ihrer Mischung aus Dokumentation und lebendiger Geschichte gleich spannend für Jugendliche wie für Erwachsene zu lesen sind. Und wie ging es dann weiter?

Kurz darauf hab ich das „Vamperl“ (Anm.: erschienen 1979) geschrieben – man braucht eben ein Kontrastprogramm. Als ich die Idee mit dem „Vamperl“ hatte, erkannte ich zuerst gar nicht, dass die Idee wirklich trächtig war (Anm.: es folgten bis 2010 mehrere „Vamperl“-Bände). Erst ein Kollege hat mich darauf aufmerksam gemacht.

Aber schon die „Johanna“ hat sich kurz nach dem Erscheinen irrsinnig gut verkauft – als gebundenes Buch gingen 70.000 Stück über den Verkaufstisch, das war für meine Begriffe ein heller Wahnsinn! Vor allem in Norddeutschland ging es gut und in Frankreich auch. Ich weiß gar nicht, in wie viele Sprachen es übersetzt wurde.

… und hat die Nachbarin es gelesen?

Zuerst hat es ihr Mann gelesen, ihre Töchter, ihre Enkeltöchter … und sie sagte zu mir: „Die sagen jetzt zu mir «Oma, du musst deppert gewesen sein, dass du dir das hast gefallen lassen«, aber sie sagen auch «Oma, du bist schon cool gewesen.«“ Sie hat es lange nicht gelesen. Sie sagte zu mir: „Ich hab es leben müssen, jetzt soll ich es auch noch lesen?“ Ich bin ja wie eine tragerte Katz um sie herumgeschlichen, weil ich mich so vor dem gefürchtet hab, was sie dazu sagen wird, und dass ich eine Figur aus dramaturgischen Gründen dazuerfand. Aber irgendwann sagte sie: „Jetzt möchte ich aber eines wissen: Wieso hast du auch das geschrieben, was ich dir nicht erzählt hab?“ Das fand ich sehr schön, diese Erfahrung, dass man beim Schreiben plötzlich mehr weiß als man eigentlich weiß. Das kann man nicht erklären, das hat nichts mit Übersinnlichkeit zu tun, sondern mit einer anderen Art von Konzentration, glaub ich.

Und da war noch etwas, was mir wirklich Spaß gemacht hat: Meine Nachbarin von der anderen Seite fand es total ungerecht, dass ich über die eine ein Büchl gemacht hab und sie muss sich selbst einen Grabstein kaufen (sie lacht). Da hab ich gedacht: Wenn mein Buch so viel wert ist wie ein Grabstein, dann hab ich einen anständigen Beruf. Im Sinn von nützlich.

Die starken, oder vielleicht mütterlichen, Frauen haben Ihnen offenbar angetan … Auch im „Vamperl“ gibt es so eine starke Frau – die Frau Lizzy.

Ich hab ein absolutes Mutterdefizit. Meine Mutter starb mit achtundzwanzig Jahren und dieses Defizit spürt man durch. Meine arme Stiefmutter konnte das nicht abdecken. Alle mütterlichen Frauen, denen ich begegnet bin – unter deren Fuchtel ich gestanden bin! – spielen irgendwie eine Rolle. Die Frau Lizzy ist eigentlich unsere Putzfrau gewesen und die hat mich so unterm Daumen gehabt. Ich hab sie heiß und innig geliebt.

Jetzt noch eine Frage zu Ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit als Schreibpädagogin: Was treibt Sie schon seit vielen Jahren dazu an?

In der Hauptsache biete ich Schreibwerkstätten für Obdachlose in der Vinzi Rast an. Da ich aber auch sehr oft in Schulen Lesungen halte, werde ich manchmal dort zu Schreibwerkstätten eingeladen, weil mich die Lehrerinnen kennen und meinen, die Kids würden das brauchen.

Worum geht es Ihnen dabei?

Egal wo ich es mache: Ein ganz zentraler Punkt ist für mich, dass ich glaube, dass drei Viertel aller Agressionen und drei Viertel aller politisch gefährlichen Tendenzen ihre tiefste Wurzel in der Sprachlosigkeit haben. Ich glaube, dass ein Großteil der Sprachlosigkeit gemacht ist und damit zu tun hat, dass den Leuten nicht zugehört wird. Und ich bin der festen Überzeugung, dass man Menschen mit einfachsten Mitteln die Zunge lösen kann. Die Schreibwerkstatt soll in Wirklichkeit zu einem aktiven Zuhören führen. Die Leute merken dann: Man hört mir zu! Und wenn man mir zuhört, heißt das: Ich bin etwas wert! – und in dem Moment, wo ich etwas wert bin, bin ich auch solidaritätsfähig. In dem Moment, wo ich etwas wert bin, bin ich nicht mehr Stimmvieh, muss ich mich nicht mehr mit Ellbogen durchsetzen, sondern kann auch akzeptieren, dass viele unterschiedliche Wahrheiten miteinander eine größere bunte Wahrheit ergeben, als wenn ich nur meine Wahrheit durchzusetzen versuche. Das ist jetzt alles fürchterlich verkürzt. Aber darum geht’s eigentlich. Insofern hab ich noch ein Stück von meiner Naivität, mit der ich angefangen hab, behalten, und glaube, dass man ein bissl was zum Guten verändern kann auf der Welt.

Das Gespräch fand am 1. August 2017 in Hilzmannsdorf statt.

Fotos © Ernst Gembinsky

Lesungen November 2017

PENforum Nachbarn: SLOWAKEI

zur Erinnerung an Klara Köttner-Benigni

Bratislava

Bratislava
das klingt so weich
wie eine slowakische Melodie

Die Taube
die herflog
ist zerrissen
von Grenze

Ihr Brüder hier
mit dem grünen Zweig
meine Brüder

Hart
ist der Prüfstein
zwischen uns

(Klara Köttner-Benigni 31.7.1979)

am Sonntag, den 19. November um 14 Uhr
in der Landesgalerie Burgenland
Franz Schubert-Platz 6
7000 Eisenstadt

Mitwirkende: Mária Bátorová, Didi Drobna, Etela Farkašová, Robert Frittum, Milan Richter, Ingrid Schramm, Beatrice Simonsen und Katharina Tiwald (Organisation: Katharina Tiwald)

PENforum Eisenstadt

 

Poesie mit einem rosaroten Mascherl
Ist es das, was man von uns Autoren erwartet?
von Ingrid Schramm

Gestern ist mir etwas Eigenartiges passiert: Katharina Tiwald, die Präsidentin des Burgenländischen PEN-Clubs hatte mich eingeladen, dem Publikum in der Landesgalerie Eisenstadt die Autorin und Umweltaktivistin Klara Köttner-Benigni vorzustellen. Ich erzählte einem Freund, (ein Mann um die Sechzig, der immer Dienst nach Vorschrift gemacht hatte), ganz begeistert, dass ich Klara Köttner-Benigni in ihrem Lebensumfeld vorstellen wollte, um zu zeigen, was für eine mutige Frau sie war: Ich wollte ihren Kampf gegen den Bau einer Brücke über den Neusiedlersee in allen Facetten zeigen. Denn ihr Gegner war niemand Geringerer als Landeshauptmann Kery, der damals das Burgenland regierte wie ein Sonnenkönig und mit einem Jaguar als Dienstwagen durch die Dörfer brauste, um sich von den örtlichen Blasmusikkapellen feiern zu lassen. Ein mächtiger SPÖ-Sultan, der selbst dem ein oder anderen seiner eigenen Parteifreunde wegen seiner Verschwendungssucht unheimlich war.
Der Mann fragte mich: „Sag mal, wen interessiert denn das noch? Das sind doch uralte Kamellen. Ich dachte, du sprichst über Literatur.“
Meine Gegenfrage: „Was ist denn Literatur für dich: Poesie mit einem rosaroten Mascherl?“
Ja, liebe Leute, wen interessiert das, wenn man über eine Frau spricht, die sich dem Willen eines mächtigen Landeshauptmannes entgegengestemmt hat, um das Naturschutzgebiet Neusiedlersee zu retten?
Wen interessiert es, dass mehr als 10 Jahre später die Antiterrortruppe Cobra in Hainburg einmarschiert ist und die Umweltschützer mit Schlagsstöcken verprügelt hat?
Nur mich, weil ich Hainburger-Au-Veteranin bin? Bin ich die einzige, die das interessiert? Habe ich gestern nur einen Ego-Tripp veranstaltet?
Nein, Literatur ist Kampf. Das hat uns Klara Köttner-Benigni vorgelebt. Ich habe den Mann dann gefragt, ob er der Meinung sei, dass wir auch nicht mehr über die Gräuel der Hitler-Zeit schreiben sollen? Ist ja auch etwas Uraltes, habe ich provokant gesagt. Da wurde er kleinlaut: „Nein, natürlich nicht.“
Also, ich persönlich will mehr als Autorin, mehr als nur Weihnachtslieder singen und die Menschen in eine Heile-Welt-Stimmung versetzen. Ich will aufrütteln: Ich will sagen, wenn wir alles nur hinnehmen, wie es kommt, dann hätten wir heute eine mit einer Brücke überbauten Neusiedlersee und ein Wasserkraftwerk in der Hainburger Au. Gut, es ist sehr unwahrscheinlich, dass wir uns nochmals an Bäume ketten müssen, um die Abholzung zu verhindern. Und die Cobra wird auch nicht mehr auf harmlose Umweltschützer einprügeln. Aber wenn wenn wir uns als Schriftsteller nicht sehr rasch auf die Beine stellen und laut „Nein“ schreiben, dann werden wir bald in einem rechtspopulistischen menschenfeindlichen Europa leben müssen. Literatur ist Kampf: Das wollte ich gestern sagen, als ich über Klara Köttner-Benigni sprach.

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Freitag, 24. November 2017, 18:00 Uhr

Literaturtage Salzburg 2017

ARGEkultur gemeinnützige GmbH, Ulrike-Gschwandtner-Straße 5, 5020 Salzburg

Gespräch mit Julia Gsertz und Buchpräsentation „Grenzräume. Eine literarische Spurensuche im Burgenland“ edition lex liszt 12

Beitragsbild: Grenzraum am Neusiedler See im Winter

Nachlese zum 10.LITERATUR RAUM IM BILDHAUERHAUS

Die erste konzeptionelle Zusammenarbeit von Beatrice Simonsen mit Sebastian Prantl (TRANS ART WORKS : International ChoreoLab Austria) für den zehnten LITERATUR RAUM im BILDHAUERHAUS führte zu „Bewegenden Begegnungen“ im Rahmen der ORF Langen Nacht der Museen. Das Aufbrechen von Prinzipien klassischer Literaturveranstaltungen, das Beatrice Simonsen mit den Veranstaltungen im Zusammenspiel von „Kunst und Literatur“ bereits intendiert hatte, wurde diesmal durch die von Sebastian Prantl gesetzten Impulse hin zu einem inklusiven theatralischen Geschehen noch verstärkt.

Der Abend begann mit einer Stippvisite zur Skulptur von Jiri Seifert am Gipfel des St. Margarethener Kogls. Die aus Prag angereiste Kunsthistorikerin Hana Seifertová – Ehefrau des 1999 verstorbenen Bildhauers – schilderte die Situation der tschechoslowakischen Künstler zur Zeit der Entstehung der Skulptur. Sinn des „Glockenturms“ war die Erinnerung an den Protest des Studenten Jan Palach, der sich nach dem Einmarsch der Truppen des Warschauer Pakts 1968 und nach der Niederschlagung des Prager Frühlings selbst verbrannte. Das Gespräch wurde im Anschluss im Bildhauerhaus zwischen Sebastian Prantl und Frau Seifertová fortgeführt und durch Anna Maria Kupper ergänzt, die 1971 selbst als Bildhauerin in St. Margarethen tätig war. Die eigens aus der Schweiz angereiste Künstlerin sprach von der Bedeutung der Internationalen Symposien, die eine wichtige Begegnungszone für Künstler_innen aus Ost und West darstellte.

Mit einem poetischen Text zur früh verstorbenen polnischen Bildhauerin Alina Szapoczikow schaltete sich die Autorin Frieda Paris zwischen die konkrete Erinnerung an die Bildhauersymposien und Erinnerungsarbeit wie sie der Autor Martin Pollack leistet. Im Gespräch mit Beatrice Simonsen erzählte der profunde Kenner der osteuropäischen Geschichte aus seiner journalistischen Vergangenheit und nahm dann mit seiner Lesung „Polnische Lektionen“ Bezug auf seinen eigenen Werdegang als Slawist. Im Weiteren wurde deutlich, wie er sich selbst erst langsam der Bedeutung des Verbalisierens von verdrängter Familiengeschichte oder bedenklichen Ereignissen der Geschichte im Allgemeinen und den Gräueln des Nationalsozialismus im Speziellen annäherte.

Der Musiker und Trompeter Franz Hautzinger und der Tänzer und Choreograph Sebastian Prantl schlossen mit einer bewegenden Performance an diese Lesung an und setzten Impulse für Interaktionen der jungen Autor_innen des Abends Vera Sebert, Benedikt Steiner, Frieda Paris und Patrick Wolf frei. In einem konzeptionellen Vorlauf mit dem ChoreoLab hatten die jüngeren Protagonist_innen bereits Gelegenheit gehabt, sich mit dem komplexen Thema Performance auseinanderzusetzen. Interventionen am und für das Publikum von Frieda Paris und Patrick Wolf zeigten sich als performative Irritationen, die die Prinzipien klassischer Literaturveranstaltungen durchbrachen. Benedikt Steiner kreierte mit seiner von Texten begleiteten Präsentation seiner Buchbinderfertigkeit einen Raum im Raum, eine Insel im bewegten Meer performativer Angebote. Vera Sebert verfolgte die Geschehnisse mit ihrer Webcam und projizierte die verzögerten Bilder an die Wand, erzeugte poetische Visionen.

Das Publikum hatte Gelegenheit frei durch das Haus zu flanieren und über die aus den Hörzimmern klingenden Stimmen noch mehr über die Vergangenheit der Bildhauersymposien zu erfahren:
Hören Sie unter diesem Link! fiktive Monologe von acht in St. Margarethen tätigen Bildhauerinnen von Beatrice Simonsen, eine Soundinstallation von Wally Rettenbacher mit Erinnerungen von Uta Prantl-Peyrer und Oral History Aufzeichnungen der Malerin gemixt mit jenen des Steinbrucharbeiters Josef Puschitz (Tonaufnahme und Gestaltung: Valerie Bosse). Historische Fotografien bebilderten die Zimmer, die den Bildhauern damals als Unterkunft dienten.

Die am langen Tisch im Hauptraum servierte heiße Suppe und große Brotlaibe waren Teil der Konzeption eines inklusiven theatralen Geschehens. Beschlossen wurde der Abend mit einer Lesung von Barbi Markovic, die mit ihrem kräftigen Auftritt noch einmal die Aufmerksamkeit bündelte, indem sie einen Ausschnitt aus ihrem doppelt preisgekrönten Buch „Superheldinnen“ zum Besten gab und damit die aktuelle Situation von zeitgenössischen Künstlerinnen auf satirische Art und Weise ins Blickfeld rückte.

Sebastian Prantl (Symposion Europäischer Bildhauer / Tanzatelier Wien / International ChoreoLab Austria) und Beatrice Simonsen (Kunst und Literatur) danken Zuzana Husárová und Ferdinand Schmatz vom Institut für Sprachkunst / Universität für Angewandte Kunst Wien für die gelungene Kooperation.

Mit finanzieller Unterstützung von: Bundeskanzleramt / Sektion Kunst, Energie Burgenland, Gemeinde St.Margarethen, Grazer Autorinnen Autorenversammlung Kulturabteilung des Landes Burgenland und Robert Bosch Stiftung.

Alle Fotos: © Dirk Simonsen
Beitragsbild: Schlussstein von Maria Biljan-Bilger am Bildhauerhaus

8. Oktober : GAV Burgenland in Eisenstadt

SCHRIFT UND BILD – Literarische Betrachtungen des Burgenlandes von und mit

Klaus HABERL, Peter PESSL, Dine PETRIK,
Mechthild PODZEIT-LÜTTJEN,
Beatrice SIMONSEN und Susanne TOTH

8. Oktober 2017, 15 Uhr
Landesgalerie Burgenland
Franz Schubert-Platz 6
7000 Eisenstadt

GAV Lesung Landesgalerie Burgenland

Nach einem ersten Lesungsabend der GAV Burgenland im Frühling folgt nun ein zweiter im Herbst: Wie sehen SchriftstellerInnen das Burgenland, welche Bilder zeichnen sie in ihren Texten? Von farbigen Landschaftsbeschreibungen (des Seewinkels oder des hügeligen Mittelburgenlandes) über satirehafte Skizzen ihrer Bewohner mit wenigen Strichen bis zu lautmalerischen Gedichten und abstrakten Darstellungen von Begriffen wie Heimat reicht die Palette der Werke, die VertreterInnen der größten österreichischen Literaturvereinigung, der Grazer Autorinnen Autorenversammlung, mit Bezug zum Burgenland ausgewählt haben.

Die Gruppe von AutorInnen unterschiedlicher Ausrichtungen, die einen lebendigen Fokus in der zeitgenössischen Literaturszene darstellt, ergänzt mit ihren Lesungen die ausgestellten Objekte kongenial.

Musikalische Umrahmung: Clemens Frühstück
Moderation: Karin Ivancsics, Regionaldelegierte der GAV Burgenland

Foto: Herbstzeitlose © Dirk Simonsen